Pferderassen

Tuesday, July 25, 2006

Pferderassen

Hiet stelle ich euch Pferderassen vor.

Viel Spaß!

GROßPFERDE:

Pferderassen - Achal-Tekkiner
Aussehen
Der Achal-Tekkiner weist die typischen Merkmale einer Rasse auf, die für ein hohes Reittempo auf langen Strecken gezüchtet wurde. Der sehr hoch getragene Kopf ist elegant und trocken mit breiter Stirn und geradem Profil. Der lange Hals besitzt oft eine stark ausgeprägte Unterhalsbemuskelung. Der Rücken ist lang und gerade (Langrechteckpferd), der Widerrist deutlich ausgeprägt, die Kruppe schräg abfallend. Der Unterbauch wirkt an den Flanken zuweilen stark aufgezogen wie bei einem Windhund. Die Beine sind lang und trocken, mit langen Röhrbeinen und leichten, aber stabilen Gelenken. Die Gesamterscheinung ist die eines extrem sehnigen, oft knochig und unterernährt wirkenden Pferdes. Dies ist jedoch rassetypisch; Achal-Tekkiner sollten nicht "aufgefüttert" werden.
Sie erreichen ein Stockmaß von rund 150 Zentimetern.
Der Achal-Tekkiner besitzt neben seinem sehr typischen Gebäude eine unverwechselbare Färbung. Durch das Fehlen des Haarmarks kann das Licht durch die Haare scheinen, was dem Fell einen einzigartigen Goldschimmer verleiht. Besonders deutlich wird dieser Effekt bei den hauptsächlich auftretenden Palominos und Goldfalben. Vereinzelt gibt es auch Schimmel, Füchse, Goldbraune und Rappen. Das Fell der Rasse ist ausgesprochen kurz und fein, das Langhaar ist mäßig dicht und oft nicht sehr lang.
Herkunft und Haltung
Die Rasse ist in der zentralasiatischen Republik Turkmenistan beheimatet. Sie stammt von der alten turkmenischen Pferderasse ab, die bereits vor rund 3000 Jahren als Kriegspferd Verwendung fand. Vermutlich wurden zeitweilig Araber und Perser eingekreuzt; dennoch dürfte das Erscheinungsbild des Turkmenen im Achal-Tekkiner weitgehend erhalten geblieben sein.Durch ihre Abstammung aus den Wüstengebieten zwischen Iran und Kaspischem Meer bildete sich eine extrem widerstandsfähige Rasse. Die Pferde können mit nur wenig Wasser und Futter große Leistungen erbringen. Im Jahr 1935 trugen zahlreiche Achal-Tekkiner ihre Besitzer innerhalb von nur 83 Tagen von Aschchabad nach Moskau, was einer Distanz von über 4000 Kilometern entspricht. Bei der Durchquerung der Karakum-Wüste mussten sie mehrere Tage ohne Wasser auskommen, was ihren Leistungswillen jedoch nicht schmälerte.Achal-Tekkiner sind hervorragende Distanzpferde. Sie eignen sich jedoch auch als Rennpferde, da sie unglaubliche Geschwindigkeiten erreichen; Englischen Vollblütern unterliegen sie in Flachrennen dennoch. Achal-Tekkiner finden zuweilen auch Verwendung als Sportpferde in allen Prüfungsbereichen. In Deutschland werden sie vor allem von Freizeitreitern gehalten.Der Achal-Tekkiner ist trotz seines feinen Fells unempfindlich gegenüber starken Temperaturschwankungen, wie sie in der Wüste täglich vorkommen. Im westeuropäischen Klima friert er aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit leicht und muss bei Regen und Wind aufgestallt werden. Ansonsten ist es nicht sinnvoll, den Achal-Tekkiner nur im Stall zu halten, da er wegen seines extrem hohen Bewegungsbedürfnisses sonst praktisch unreitbar werden kann.
Art und Wesen
Achal-Tekkiner sind ausgesprochen loyale, anhängliche Tiere, jedoch nur gegenüber ihrem Besitzer. Die Pferde können praktisch nicht von mehreren Reitern im Wechsel geritten werden. Sie besitzen einen starken Eigenwillen und beginnen sich bei unsachgemäßer Behandlung rasch zu wehren. Die Rasse ist für Anfänger nicht geeignet.
Herkunft: Turkmenistan
Stockmaß: 145-155
Farben: vor allem Falben, Palominos und Goldbraune
Eignung als: Freizeit, Rennpferd


Pferderassen - Altér Real
Aussehen
Der Altér Real ist ein kräftiges, rundes Pferd mit den typischen Merkmalen des klassischen Dressurpferdes. Der Kopf ist von mittlerer Länge, nicht ganz trocken und meist mit deutlichem Ramsprofil. Die Nüstern sind groß und fein geschnitten. Der Kopf wird von einem teilweise zu massigen Genick und einem eher kurzen, sehr muskulösen Hals getragen. Der gut ausgeprägte Widerrist geht in einen geraden, kurzen und sehr kräftigen Rücken über (Quadratpferd). Die Kruppe fällt schräg zu dem tief angesetzten Schweif ab. Die breite Brust und die schrägen Schultern sind gut bemuskelt. Der Leib ist zu den Flanken hin kaum aufgezogen. Die stabilen Beine besitzen gute, große Gelenke und lange, schräge Fesseln.
Altér Reals besitzen ein Stockmaß von etwa 153 bis 163 Zentimetern.
Die übliche Farbe ist braun oder dunkelbraun, zum Teil mit leichter Äpfelung und deutlichem Rotstich. Schimmel und Füchse treten sehr selten auf. Weiße Abzeichen sind zulässig, jedoch nur in geringem Umfang.Das Fell ist fein und glänzend, das dichte Langhaar besitzt eine glatte Struktur.
Herkunft und Haltung
Der Altér Real besitzt dieselben Wurzeln wie der Lusitano und ist, obwohl er heute als eigenständige Rasse geführt wird, nur eine spezielle Zucht des portugiesischen Stierkampfpferdes. Die Bezeichnung "Altér" weist auf den Ursprung der Zucht in der südportugiesischen Provinz Alentejo hin. Der Namenszusatz "Real" bedeutet "königlich". In dem kleinen Ort Altér do Chão im Alentejo wurde Mitte des 18. Jahrhunderts ein königliches Gestüt gegründet, um die portugiesische Reitakademie in Lissabon mit Pferden, die eine natürliche Eignung für die Dressur besaßen, zu versorgen. Altér Reals wurden dort in allen klassischen Lektionen bis hin zu Schulsprüngen wie der Kapriole ausgebildet.Die harmonisch gebauten und ausgesprochen intelligenten Pferde fanden auf der gesamten iberischen Halbinsel und auch in den französischen Reitschulen Verbreitung. Zur Zeit Napoleons jedoch wurde der Bestand drastisch dezimiert; um die Zucht zu sichern, wurden Hannoveraner, Englische Vollblüter und normannische Pferde, später auch Araber eingekreuzt. Während dieser Zeit veränderte sich das Erscheinungsbild des Altér Reals stark. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde erneut Andalusier- und Lusitanoblut zugeführt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zucht jedoch erneut vom Aussterben bedroht. In den 1940er Jahren schließlich begründete die Familie d'Andrade ein Gestüt, in dem der klassische Typ des Altér Real gezüchtet und in der Dressur (Doma Classica) ausgebildet wurde. Heute existiert eine kleine, aber gesicherte staatlich geführte Altér Real-Zucht in Portugal. Die Pferde werden teilweise auch auf Doma Vaquera-Turnieren, auf denen die für die Rinderarbeit notwendigen Lektionen vorgeführt werden, gezeigt; bei Stierkämpfen oder bei der Rinderarbeit auf dem freien Feld ist die Rasse nicht zu finden.
Art und Wesen
Altér Reals sind sehr intelligente, lernwillige Pferde. Ihre akzentuierten Bewegungen, die runden Gänge mit deutlicher Bergauf-Tendenz und ihr gehorsames und umgängliches Wesen machen sie zu idealen Dressurpferden, die aber auch als Freizeitpferde überzeugen. Das Temperament des Altér Reals ist lebhaft, aber leicht zu regulieren. Die Rasse ist äußerst nervenstark.
Herkunft: Portugal
Stockmaß: 153-163 cm
Farben: Braune, Dunkelbraune, Füchse, Schimmel
Eignung als: Freizeit, Dressurpferd

Pferderassen - American Saddlehorse, American Saddlebred
Aussehen
Das American Saddlehorse besitzt Ähnlichkeit mit einer anderen verbreiteten Gangpferderasse in den USA, dem Tennessee Walker. Der Kopf ist ebenfalls lang und schmal, mit großen Nüstern und Augen und einem geraden Profil. Genick und Kehle sind sehr leicht. Der sehr lange, elegant geschwungene Hals setzt hoch an den schrägen Schultern an und wird mit viel Aufrichtung getragen. Die Brust ist breit und tief. Der kurze, feste Rücken geht in eine lange, flache Kruppe mit hoch angesetztem Schweif, der hoch getragen wird, über. Der Rumpf ist nur wenig aufgezogen. Die langen Beine sind trocken und schlank, aber stabil, mit eher steilen Fesseln von mittlerer Länge. Das Saddlehorse erweckt einen sehr eleganten, dabei aber sehnigen und kraftvollen Eindruck.
Die Rasse erreicht ein Stockmaß von um 160 Zentimetern.
Saddlehorses kommen in allen Farben vor; am häufigsten sind Füchse, Dunkelfüchse und Braune zu finden. Seltenere Farben wie Palominos, Rappen oder auch bunte Pferde sind sehr beliebt. Weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten treten häufig auf und sind zulässig. Das Langhaar ist dicht und von seidiger, gewellter Struktur.
Herkunft und Haltung
Das American Saddlehorse, auch American Saddlebred genannt, geht wie der Tennessee Walker auf den Narragansett Pacer, eine inzwischen nicht mehr existierende Rasse für Passrennen, sowie das deutlich kleinere Morgan Horse zurück. Englische Vollblüter vererbten ein höheres Stockmaß sowie den athletischen, sehnigen Körperbau. Wie stark andere Rassen, beispielsweise Hackneys, mitwirkten, ist unklar.Zunächst wurde das Saddlebred lediglich in Kentucky gezüchtet und war daher lange Zeit unter dem Namen Kentucky Saddler bekannt. Die Pferde sollten die Farmer des Bundesstaats bequem und sicher durch die riesigen Getreidefelder tragen, aber auch als elegantes Fahrpferd einsetzbar sein. Die eleganten Pferde wurden sogar zur Rinderarbeit eingesetzt.Seit Beginn der Zucht im 19. Jahrhundert (Eröffnung des Zuchtbuchs 1891) wurde die Rasse vor allem auf Gangveranlagung selektiert, die durch das Morgan Horse und den Narragansett Pacer vererbt wurde. Das heutige Saddlehorse verfügt über drei bis fünf natürliche Gangarten: Neben Schritt, einem aktionsstarken, aber weich zu sitzenden Trab und einem rund gesprungenen langsamen Galopp zeigen die meisten Saddlehorses den Slowgait, einen langsamen Tölt, sowie den Rack, einen sehr taktklaren Renntölt.In den USA werden American Saddlehorses heute oft als Show- und Turnierpferde vorgestellt, wobei zur Verstärkung der natürlichen Gangveranlagung sowie zur Hervorhebung der typischen Merkmale – ähnlich dem Tennessee Walker – verschiedene Manipulationen vorgenommen werden wie künstliche Verlängerung der Hufe, Gewichtsmanschetten oder scharfe Einreibung, Training mit Blendern (vollständige Augenabdeckungen) und Durchtrennung des Muskels, der den Schweif nach unten zieht, wodurch dieser unnatürlich aufgerichtet getragen wird.Derartige Eingriffe sind in Deutschland verboten. Die Turnierszene der amerikanischen Gangpferderassen ist hier sehr klein; Saddlehorses werden vor allem als Freizeitpferde gehalten.
Art und Wesen
Das American Saddlehorse verfügt über ein sensibles, feinfühliges Wesen und ein lebhaftes Temperament. Die Pferde erweisen sich in der Ausbildung als intelligent, gehorsam und arbeitswillig.
Herkunft: USA
Stockmaß: 152-165 cm
Farben: alle
Eignung als: Freizeit, Showpferd

Pferderassen - Amerikanischer Traber, Standardbred Pacer
Aussehen
Der Amerikanische Traber besitzt die typischen Merkmale eines auf Schnelligkeit im Trab gezüchteten Pferdes, wie sie auch bei französischen und deutschen Trabern zu finden sind. Der trockene Kopf ist von mittlerer Größe, mit langen, fein geschnittenen Ohren, großen Nüstern und Augen und einem geraden oder leicht konvexen Profil. Der lange Hals ist gerade, mit wenig gewölbter Oberlinie, und eher leicht bemuskelt. Er setzt hoch an den langen, flachen Schultern an. Der deutlich ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, festen Rücken mit eher steil abfallender Kruppe und tiefem Schweifansatz über. Die Rippen sind gut gerundet, der Leib zu den Flanken hin deutlich aufgezogen. Die Beine sind lang und trocken, mit starken Gelenken und langen Röhren. Traber besitzen eine schräge Fesselung von mittlerer Länge und große, gute Hufe.Insgesamt ähneln Amerikanische Traber den für Flachrennen gezüchteten Galoppern (Englische Vollblüter), sind aber zumeist kleiner und im Typ etwas grober. Aufgrund der langen, schlanken, auf Ausdauer angelegten Muskeln an Oberarm und -schenkel machen Traber einen ausgesprochen zähen, leistungsfähigen Eindruck.
Die Pferde erreichen ein Stockmaß von 155 bis 165 Zentimetern, wobei einzelne Tiere auch deutlich kleiner sein können.
Amerikanische Traber besitzen meist einen braune oder dunkelbraune Farbe, häufig mit Äpfelung. Rappen und Füchse treten ebenfalls auf; Schimmel sind nur sehr vereinzelt zu finden.
Herkunft und Haltung
Der Amerikanische Traber, der alle Trabrennrassen der Welt maßgeblich beeinflusste, geht selbst auf das für Galopprennen gezüchtete Englische Vollblut zurück. Der Hengst Messenger (geboren 1780) wurde nach Philadelphia exportiert und deckte dort zunächst Vollblutstuten, später auch Stuten anderer Rassen. Seine Enkel, weniger seine direkte Nachzucht, überzeugten überraschenderweise nicht durch ihr Galopp-, sondern durch ihr außergewöhnliches Trabtempo.Neben Englischem Vollblut weist die Rasse Berberblut auf, das durch einen 1820 importierten Hengst zugeführt wurde, sowie amerikanisches Morgan Horse-Blut.Das erste Zuchtbuch wurde 1871 gegründet. Der amerikanische Name basiert auf dem Standard, den die Pferde für ihre Zuchtanerkennung zu erfüllen hatten: Sie mussten eine Meile in zweieinhalb Minuten zurücklegen. Dieses Zeitlimit konnte aufgrund einer Verbesserung der Gangqualität durch harte Zuchtselektion inzwischen deutlich verkürzt werden.Nach ihrer Gangveranlagung werden die amerikanischen Trabrennpferde in Pacers (Passgänger) und Trotters (Traber) unterschieden, die meist getrennte Rennen laufen. Passgänger erreichen aufgrund der ökonomischeren Gangmechanik eine höhere Geschwindigkeit. Zahlreiche der deutschen Traber besitzen ebenfalls die Veranlagung zum Pass und unter dem Sattel zum Tölt oder Walk, was sie zu angenehmen und bequemen Freizeitpferden macht. Der Galopp ist nach entsprechender Ausbildung rund und weich zu sitzen.
Art und Wesen
Traber sind ausgesprochen leistungswillige Pferde von großer Ausdauer. Ihr hoher Vollblutanteil führt oft zu nervösem, übersensiblem Verhalten, das durch die Ausbildung auf der Rennbahn noch verstärkt wird. In artgerechter Haltung – Traber können nach entsprechender Gewöhnung ganzjährig im Offenstall leben – erweist sich die Rasse als vielseitig, intelligent und zuverlässig. Pferde, die bereits Rennen liefen, benötigen jedoch viel Zeit, um sich zu beruhigen, sowie eine konsequente Ausbildung unter dem Sattel durch einen erfahrenen Reiter.
Herkunft: USA
Stockmaß: 145-165 cm
Farben: hauptsächlich Braune und Dunkelbraune
Eignung als: Freizeit, Trabrennpferd

Pferderassen - Andalusier
Aussehen
Der Andalusier geht auf den Berber zurück und trägt viele Merkmale des klassischen Dressurpferdes. Es besitzt insgesamt einen muskulösen, kompakten Körperbau, wirkt aber gleichzeitig elegant und leichtfüßig. Der Kopf ist von mittlerer Größe, mit großen Augen und Nüstern, kräftigen Ganaschen und einem geraden oder leichtem Ramsprofil. Der lange, muskulöse Hals setzt hoch an den schrägen Schultern an und besitzt eine schön gewölbte Oberlinie. Der Widerrist ist mäßig ausgeprägt. Der eher kurze Rücken geht in eine kräftige, kurze Kruppe über; diese ist meist schräg, zuweilen aber auch gerade oder in Stufen abfallend, mit tief ansetzendem Schweif. Die Brust ist breit und tief, die Rippen rund und der Rumpf zu den Flanken hin nur wenig aufgezogen. Die Extremitäten besitzen große, stabile Gelenke und starke, lange Röhren. Die Fesselung ist verhältnismäßig kurz und von guter Schräge.
Das andalusische Pferd erreicht eine durchschnittliche Größe von 155 bis 160 Zentimetern. Da viele spanische Pferde nicht rasserein sind, variiert das Stockmaß stark; Andalusier von 167 Zentimetern sowie Pferde im Ponymaß sind jedoch selten und werden nicht eingetragen.
Andalusier treten vor allem als Schimmel bzw. bis etwa zum zehnten Lebensjahr als Apfelschimmel auf. Braune sind selten; Falben, Palominos, Dunkelfüchse und Rappen sind noch seltener und besonders beliebt. Bei den dunkleren Farben kommen Abzeichen an Kopf und Beinen kaum vor. Das Fell ist kurz und glänzend, Mähne und Schweif sind ausgesprochen dicht und von seidiger, leicht gewellter Struktur. Andalusier weisen häufig ein besonders starkes Wachstum des Langhaars auf.
Herkunft und Haltung
Der "Andalusier" kann kaum als eigene Rasse gelten, da nahezu alle spanischen Pferde im Ausland unter dieser Bezeichnung verkauft werden. Ein Schenkelbrand ist – im Gegensatz zu deutschen Warmblütern u.a. – kein Merkmal von Rassereinheit, da jeder Züchter ein eigenes Brandzeichen besitzt.Die systematisch und rein gezüchtete spanische Rasse heißt "Pura Raza Español". Sie geht auf Araber und Vollblüter zurück, die ab 711 n.Chr. durch die Mauren von Nordafrika auf die iberische Halbinsel gelangten, sowie auf das iberische "Wildpferd", den Sorraia. Nach der vollständigen Befreiung Spaniens im 15. Jahrhundert und der Entdeckung Amerikas wurden unzählige spanische Pferde in die neue Welt gebracht und breiteten sich, nachdem sie den spanischen Siedlern entlaufen waren, auf dem bis dahin pferdelosen Kontinent aus. Alle heutigen Pferderassen Südamerikas (Criollo, Paso u.a.) und Nordamerikas (Quarter Horse, Appaloosa, American Saddlehorse, Morgan u.a.) führen iberisches Blut.In Europa begann der Siegeszug der Spanier mit der Gründung berühmter Reitakademien in Frankreich und Italien. Viele europäische "Barockpferderassen" wie die Knabstrupper, Frederiksborger, Lipizzaner oder Kladruber gehen auf spanische Hengste zurück. Mit dem Untergang der Dressurakademien und der zunehmenden Verbreitung des Spring- und Jagdreitens auf Vollblütern ging auch die Zahl der Andalusier zurück. Private Zuchten, beispielsweise der Karthäusermönche (eine bis heute besonders qualitätsvolle und reine Zuchtlinie) retteten die Rasse.Besonders in den letzten Jahrzehnten gewann das spanische Pferd aufgrund seines guten Charakters, seines eleganten Äußeren und der runden, akzentuierten Gangarten mit deutlicher Aktion wieder viele Liebhaber. Die königliche spanische Reitschule in Jerez de la Frontera bildet P.R.E.s aus und auch bei den Doma-Vaquera-Wettbewerben der spanischen Viehhirten finden sich häufig andalusische Pferde.
Art und Wesen
Der Andalusier zeichnet sich durch seinen temperamentvollen, aber gleichzeitig sanften Charakter aus. Seine Intelligenz, seine rasche Auffassungsgabe und Gehorsam sowie die gute Versammlungsfähigkeit machen ihn zu einem angenehmen Reit- und talentierten Dressurpferd. Die Tiere durchlaufen in Spanien oft eine recht harte Ausbildung, sodass Importpferde manchmal zunächst schwierig im Umgang sind. Bei geduldigem Umgang erweisen sie sich jedoch als loyal und zuverlässig.
Herkunft: Spanien
Stockmaß: 150-165 cm
Farben: hauptsächlich Schimmel
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Appaloosa
Aussehen
Der Körperbau des Appaloosas ähnelt dem anderer US-amerikanischer Westernpferderassen. Der Kopf ist keilförmig, mit ausgeprägten Ganaschen, breiter Stirn und verhältnismäßig kleinen Augen und Ohren. Das Profil ist gerade. Der Hals ist schlank, aber kräftig, und niedrig an den eher flachen Schultern angesetzt. Der ausgeprägte Widerrist geht in einen langen Rücken (Langrechteckpferd) und eine runde, abfallende Kruppe über, die sehr stark bemuskelt ist. Appaloosas sind häufig überbaut. Bei den Pferden des ursprünglicheren Typs erweisen sich die Beine als stabil und die Hufe als ausgesprochen hart; moderne Zuchten verändern die Proportionen jedoch häufig so, dass die Pferde ähnlich den Quarter Horses sehr leichte Beine zu einem massiven Körper besitzen. Die zu kleinen Hufe sind dann meist von mangelhafter Qualität.
Appaloosas messen um 150 bis 155 Zentimeter.
Der Appaloosa ist wohl eine der am auffälligsten gezeichneten Pferderassen der Welt. Einfarbige Tiere kommen nicht vor.
Es gibt sechs anerkannte Farben, die jedoch auch in Variationen oder Kombination auftreten können: Schneeflockenbunt bezeichnet ein braunes Pferd mit kleinen weißen Flecken. Leopardbunte besitzen dunkle Flecken auf weißer Grundfarbe. Marmorbunte Pferde sind braun mit weißer Kruppe, oft bis hinab zu den Sprunggelenken; deckenbunte Tiere zeigen dunkle Flecken auf der weißen Kruppe. Schabrackbunt bedeutet eine weiße Grundfarbe mit dunklen Flecken, die nicht rund, sondern tropfenförmig von Flanke und Hinterhand ausgehen. Bei Schabrack-Schneeflockenbunten zeigt das Fell eine braune Farbe mit weißer Kruppe; am ganzen Körper treten darüber hinaus weiße Flecken sowie Flecken in dunklerem Braun als dem des Fells auf. Dabei gibt es bestimmte Verteilungen der Flecken, die besonders beliebt sind; so bringen Pferde mit weißem Fell und einer kleinen "hutförmigen" Zeichnung über Stirn und Ohren, so genannte "medicine hats", angeblich Glück.Im Zuchtziel sind außerdem in Wuchsrichtung gestreifte Hufe sowie am Maul und um die Augen eine rosafarbene, dunkel gefleckte Haut (Krötenmaul) vorgeschrieben. Häufig sieht man bei Appaloosas – auch in ruhigem, entspanntem Zustand – die weiße Sklera um die Iris. Das Langhaar ist oft schütter und kurz; ein Schopf ist teilweise praktisch nicht vorhanden.
Herkunft und Haltung
Appaloosas gehen direkt auf die spanischen Pferde der Konquistadoren zurück, die in früheren Zeiten als Schecken ausgesprochen beliebt waren. Der Stamm der Nez-Percé-Indianer selektierte diese Pferde auf Farbe und züchtete so außergewöhnlich bunte, aber weiterhin genügsame und harte Tiere. Die Färbung basiert jedoch nicht nur auf ästhetischen Interessen. Durch die unruhige Zeichnung löst sich die Silhouette des Tieres praktisch auf, wodurch es für einen Gegner mit Pfeilen oder Speeren schwerer zu treffen ist.Den Name erhielt die Rasse durch den Palouse-Fluss, an dem die Nez Percé leben. Während der Kämpfe der amerikanischen Armee mit den Indianern wurde die Rasse nahezu ausgerottet; sie konnte jedoch wieder konsolidiert werden und 1938 wurde der erste Appaloosa-Club gegründet.Heute ist die bunte Rasse vor allem bei Freizeitreitern beliebt und wird auf Turnieren in den verschiedenen Westerndisziplinen (selten am Rind) vorgestellt. Es gibt jedoch auch "English Riding"-Klassen (Dressur der niedrigeren Kategorien) und "Hunter under Saddle"-Klassen (Springreiten) für Appaloosas. Seit 1983 werden Pferde dieser Rasse, die die Veranlagung zum Walk, Foxtrott, Rack oder Pass besitzen, in einer eigenen Organisation als "Walkaloosas" registriert; sie stellen jedoch keine eigene Rasse dar.
Art und Wesen
Appaloosas sind ausgesprochen gehorsame, freundliche Pferde mit einem ausgeglichenen Charakter und ruhigem Temperament. Sie eignen sich aufgrund ihrer Nervenstärke und Ruhe ideal als Freizeitpferde.
Herkunft: USA
Stockmaß: 148-158 cm
Farben: alle bunten Zeichnungen
Eignung als: Freizeit, Westernpferd

Pferderassen - Arabisches Vollblut, Araber
Aussehen
Das arabische Vollblut ist eine der ältesten Pferderassen der Welt und wird aufgrund seines eleganten Erscheinungsbildes und seiner großen Härte auf der ganzen Erde gezüchtet. Der sehr trockene Kopf ist leicht, mit stark geweiteten Nüstern, großen Augen, fein geschnittenen, beweglichen kleinen Ohren und kräftigen Ganaschen. Araber besitzen je nach Zuchtgebiet ein gerades Profil oder den für die Rasse typischen Hechtkopf, der oft mit einer deutlich vorgewölbten Stirn einhergeht. Das Genick ist leicht, der Hals lang, sehnig und mit schöner Wölbung der Unter- und Oberlinie. Er setzt hoch an den mäßig schrägen Schultern an. Der deutlich ausgeprägte Widerrist geht in einen kurzen, starken Rücken mit gerader oder leicht schräger Kruppe und hoch ansetzendem, meist leicht aufgerichtet getragenem Schweif über. Die Winkelung der Sprunggelenke ist eher gering. Die Extremitäten sind von mittlerer Länge, trocken und schlank, mit stabilen, aber nur mäßig großen Gelenken. Die Fesselung ist kurz und schräg; die runden Hufe sind ausgesprochen hart.
Vollblutaraber variieren je nach Zuchtgebiet stark in der Größe; zumeist erreichen sie jedoch ein Stockmaß von 145 bis 155 Zentimetern.
Bei der saudi-arabischen Rasse treten alle klaren, einheitlichen Farben auf. Am häufigsten sind Schimmel zu finden; oft besitzen sie kleine braune Fliegenpunkte am ganzen Körper. Im Heimatland gelten die seltenen Rappen als besonders hart und ausdauernd. Füchse, Dunkelfüchse und Braune sind weniger selten. Das Fell des Arabers ist kurz und seidig, bietet aber ausreichenden Schutz gegen die teilweise sehr kalten Wüstennächte. Das Langhaar ist glatt und seidig und wächst sehr lang und dicht.
Herkunft und Haltung
Das arabische Vollblut existierte als weitgehend systematisch gezüchtete Rasse bereits vor rund 5000 Jahren. Nach einer arabischen Erzählung geht die Rasse auf sieben Stuten Mohammeds zurück, die nach mehreren Tagen Wassermangel große Loyalität zu ihrem Besitzer bewiesen, indem sie beim Anblick eines Flusses seinem Ruf folgten und bei ihm blieben. Zahlreiche Legenden ranken sich um die feingliedrigen, sensiblen Pferde.Tatsächlich leben die Tiere seit Jahrtausenden bei den nomadischen Stämmen des Nahen Ostens, wo sie durch die harten Umweltbedingungen sowie die große Nähe zu ihren Besitzern – die besten Pferde durften im Zelt ihres Herrn übernachten – auf Härte, Ausdauer und einen einwandfreien Charakter selektiert wurden. Die Nomadenvölker achteten streng auf eine "asile", d.h. reine Zucht. Noch heute bedeutet das Prädikat "Asilaraber" eine besondere Qualität des Pferdes. Es wurden drei verschiedene Typen gezüchtet, die sich in Größe, Fundament, Schnelligkeit und Ausdauer unterscheiden. Viele Merkmale der Rasse entstanden durch das jahrhundertelange Leben in der Wüste, wo die Pferde im Sommer oft mit Kamelmilch und Datteln ernährt wurden. Die hohe Kopfhaltung erlaubt es den "Trinkern der Lüfte", die baumlose Umgebung zu überblicken, aber auch, das Einatmen von Sand mit den ausgesprochen großen Nüstern zu vermeiden. Die hohe Schweifhaltung ermöglicht eine gute Luftzirkulation im Genitalbereich. Der teilweise deutlich gemuldete Rücken, der bei einigen Zuchtlinien mit einer überbauten Kruppe einher geht, wurde bewusst gezüchtet, um einem Reiter ohne Sattel einen sicheren Sitz zu verschaffen.Die positiven Eigenschaften und das elegante Äußere des arabischen Vollbluts fanden nach der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert n.Chr. rasch Anhänger auf der ganzen Erde. Zahlreiche der heutigen Rassen wurden durch Arabereinkreuzungen veredelt und entscheidend verbessert. Heute besitzen zahlreiche Länder eine eigene, qualitätsvolle Araberzucht (beispielsweise Russland, Spanien, USA). Nachdem die Rasse lange Zeit auch als Kavalleriepferd Verwendung fand, wird sie heute in nahezu allen Bereichen des Reitsports eingesetzt: als ausdauerndes Distanz, treues Freizeit-, elegantes Fahr-, Western(pleasure)- und Dressurpferd oder als Schaupferd. Vereinzelt kommen sogar töltende Araber vor.
Art und Wesen
Das arabische Vollblut ist sehr menschenbezogen und besitzt ein äußerst sensibles, sanftes Wesen. Die Pferde benötigen viel Bewegung, um ihrem lebhaften Temperament gerecht zu werden. Lediglich bei Unterbeschäftigung und harter Behandlung neigen die ausgesprochen intelligenten Tiere zu dem "hysterischen" Verhalten, dass der Rasse viele Vorurteile einbrachte. Bei artgerechter Haltung und Erziehung dagegen erweisen sich Vollblutaraber als lernwillige Pferde, die ein großes Bedürfnis haben, ihrem Besitzer zu gefallen.
Herkunft: Saudi-Arabien
Stockmaß: 145-155 cm
Farben: alle klaren Farben
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Australian Stockhorse, Waler
Aussehen
Es ist fraglich, ob das Australische Stockhorse – auch Waler nach dem Bundesstaat New South Wales genannt – überhaupt als eigenständige Rasse angesehen werden kann. Aufgrund der unterschiedlichen Rassen, die auf seine Entstehung Einfluss nahmen, existiert bis heute kein einheitliches Erscheinungsbild.Meist weisen Australische Stockhorses deutliche Merkmale der Englischen Vollblüter bzw. britischer Halbblüter auf. Sie besitzen einen leichten, trockenen Kopf mit geradem Profil oder leichter Ramsnase. Der lange Hals ist schlank und hoch angesetzt. Der Rücken zeigt einen ausgeprägten Widerrist. Die Kruppe fällt, wie die Schultern, in mittlerer Schräge ab. Die Beine sind leicht und trocken, aber sehr hart. Der Waler vermittelt den Gesamteindruck eines sehnigen, zähen Pferdes.
Er misst zwischen 150 und 165 Zentimetern.
Das Australische Stockhorse kommt in allen einheitlichen Farben vor. Braune und Füchse sind besonders häufig, aber es gibt auch sehr seltene Färbungen wie helle Falben oder Palominos. Vor allem kleinere Abzeichen an Kopf (Stern, Schnurblesse) und Beinen treten oft auf. Das Fell ist kurz, das Langhaar oft schütter.
Herkunft und Haltung
Nahezu alle Rassen, die von den Europäern auf den zuvor pferdelosen fünften Kontinent gebracht wurden, waren an der Entstehung des Walers beteiligt. In erster Linie geht er auf die Englischen Voll- und Halbblüter zurück, aber auch Araber, Quarter Horses, südafrikanische und iberische Pferde wurden eingekreuzt. Die so entstandene Rasse musste unterschiedlichsten Anforderungen gerecht werden: Zum einen wurden auf den Farmen im australischen Outback Arbeitspferde für die Arbeit mit den Schafen und zur Kontrolle der endlosen Zäune benötigt. Auf der anderen Seite bestand bei den eingewanderten Briten immer noch das Bedürfnis nach leichten, schnellen Pferden für Pferderennen. Erst 1971 fand eine Registrierung der Rasse statt, um das Zuchtziel des Walers neu zu definieren.Auch heute noch ist das Pferd im Outback unverzichtbar. Mit den Stockhorses kann der Farmer in seine Schafherden reiten, ohne diese zu erschrecken, und auch schwieriges Terrain in den Halbwüsten Zentralaustraliens überwinden. Hierfür werden jedoch häufig Kreuzungen verwendet, da das moderne Stockhorse diesen Ansprüchen teilweise nicht mehr gewachsen ist.Stockhorses werden außerhalb der Farmarbeit vor allem als Polopferde, aber auch als Spring- und Vielseitigkeitspferde eingesetzt.
Art und Wesen
Das Australische Stockhorse besitzt einen gehorsamen, überlegten Charakter, lässt sich leicht schulen und ist trotz des hohen Vollblutanteils wenig schreckhaft. Es eignet sich aufgrund seiner Vielseitigkeit für alle Sparten des Reitsports.
Herkunft: Australien
Stockmaß: 150-165 cm
Farben: alle Farben außer Schecken
Eignung als: Freizeit, Arbeitspferd

Pferderassen - Budjonny
Aussehen
Der Budjonny ist ein elegantes, mittelgroßes Pferd von großer Ausdauer. Der Kopf ist leicht und relativ trocken mit meist geradem Profil. Die Augen sind groß, die Ohren von mittlerer Größe und fein geschnitten. Der lange, schlanke Hals setzt gut an den schrägen Schultern an. Die Brust ist breit; der Widerrist ist ausgeprägt und lang. Der kurze Rücken geht in eine lange Kruppe von guter Schräge über. Die Beine sind lang und trocken, aber kräftig; die Fesseln sind lang und nicht zu steil. Die Hufe sind sehr hart.
Budjonnys erreichen ein Stockmaß von rund 155 bis 160 Zentimetern.
Der Budjonny besitzt wie viele russische Pferderassen häufig einen deutlichen Goldschimmer auf dem hauptsächlich fuchsfarbenen Fell. Braune und Rappen sind selten; Schimmel kommen fast nicht vor. Weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten treten auf. Das Fell ist fein und glatt, Mähne und Schweif sind glatt, mäßig dicht und oft von seidiger Struktur.
Herkunft und Haltung
Die relativ junge Rasse entstand durch die Kreuzung von Donpferden und Englischen Vollblütern und wurde nach ihrem ersten Züchter, Marschall Budjonny, benannt. Das Zuchtziel war ein zähes, wendiges und schnelles Pferd für die russische Kavallerie. Die Selektion erfolgte nach strengen Kriterien; die Zuchtstuten wurden für russische Verhältnisse sehr gut gefüttert und im Winter sogar im Stall des Gestüts in Korsow gehalten. 1949 wurde die Rasse offiziell anerkannt. Der Budjonny vereinigt die besten Eigenschaften der Ursprungsrassen: Er besitzt die Härte und Ausdauer des Donpferdes sowie das elegantere Erscheinungsbild und die Schnelligkeit des Vollbluts. Die Pferde besitzen meist eine große Begabung für den Springsport, aber auch für Disziplinen wie das Distanzreiten.
Art und Wesen
Budjonnys besitzen ein lebhaftes Temperament und einen großen Bewegungsdrang, sind dabei aber gehorsam und angenehm zu handhaben. Im Umgang sind sie freundlich. Durch den starken Vollbluteinfluss bleiben sie Menschen gegenüber nicht so distanziert wie andere russische Rassen, sondern sind auch von verschiedenen Personen zu reiten und zu versorgen.
Bild Copyright:Anna Edith Seuberth http://www.karabagh.de%20/
Herkunft: Russland
Stockmaß: 153-162 cm
Farben: hauptsächlich Füchse, selten Braune und Rappen
Eignung als: Freizeitpferd

Pferderassen - Cleveland Bay
Aussehen
Der Cleveland Bay kommt, wie der Name schon sagt, lediglich als Brauner oder Dunkelbrauner (Bay) vor, der meist eine deutliche Äpfelung aufweist. Weiße Abzeichen sind unerwünscht und werden lediglich in Form eines kleinen Sterns oder eines weißen Ballens zugelassen. Das Fell ist kurz und glänzend, Mähne und Schweif sind dicht und häufig leicht gewellt.Der Cleveland Bay ist ein harmonisch gebautes, vielseitig verwendbares Pferd im Warmbluttyp. Der Kopf ist groß, nicht sehr trocken und weist ein leichtes Ramsprofil auf. Die Augen sind groß und freundlich, die Ohren groß und wie die Nüstern fein geschnitten. Der lange, kräftige Hals mit gut gewölbter Oberlinie setzt relativ hoch an den schrägen und muskulösen Schultern an. Der deutlich ausgeprägte Widerrist geht in einen Rücken von mittlerer Länge und eine mäßig schräge Kruppe über. Die Hinterhand ist ausgesprochen gut bemuskelt. Der Rumpf ist kräftig, mit gerundeten Rippen; die Brust ist breit und tief. Die Extremitäten weisen starke Gelenke sowie eher kurze und steile Fesseln auf. Insgesamt ergibt sich der Eindruck eines stabilen, sehr kräftigen Pferdes, das jedoch weder schwerfällig noch unelegant ist.
Die Pferde erreichen ein durchschnittliches Stockmaß von etwa 160 Zentimetern.
Herkunft und Haltung
Cleveland Bays erhielten ihren Namen nach ihrer Heimat, dem Distrikt Cleveland in der britischen Grafschaft Yorkshire. Bereits im Mittelalter wurden hier große, braune Pferde gezüchtet, die damals vor allem als Packtiere genutzt wurden. Das damalige "Chapman Horse" wurde im 17. Jahrhundert durch die Einkreuzung von spanischen und Berberpferden veredelt, um ein eleganteres Kutschpferd zu erhalten. Später nahmen auch Englische Vollblüter Einfluss auf die Rasse.Mit zunehmender Motorisierung des Transportwesens wurden die eleganten, aber kräftigen Kutschpferde weitgehend überflüssig und die Zahl der Pferde sank drastisch. Die Rettung der Rasse wird unter anderem Königin Elizabeth II. zugeschrieben, die eine Cleveland-Stute erwarb, ausbilden ließ und dann als Zuchtstute zur Verfügung stellte. So wurden das umgängliche Wesen und der Arbeitswille der Rasse wieder bekannter. Auch Prinz Philip nahm mit reinen Cleveland-Gespannen an Fahrturnieren teil. Heute existiert eine konsolidierte, wenn auch immer noch kleine Zucht des Cleveland Bays.Die Rasse wird hauptsächlich vor der Kutsche, auch bei Fahrturnieren, eingesetzt. Ihre Gänge sind wenig spektakulär, mit eher geringer Aktion, aber gutem Raumgewinn, wodurch sie sich gerade für längere Kutschfahrten eignet. Daneben geben die stabilen Cleveland Bays aber auch hervorragende Jagdpferde ab. Durch weitere Kreuzung mit Englischen Vollblütern entstehen häufig erfolgreiche Springpferde.
Art und Wesen
Cleveland Bays besitzen ein freundliches und umgängliches Wesen, das ebenso überzeugt wie ihre Robustheit, Ausdauer und Langlebigkeit. Sie sind unproblematisch im Umgang. Ihr gutes Temperament ist leicht zu regeln; Cleveland Bays erweisen sich meist als ausgesprochen gehorsame, nervenstarke Pferde.
Herkunft: Großbritannien
Stockmaß: 158-165 cm
Farben: Braune
EignPferderassen - Don-Pferd
Aussehen
Das Don-Pferd ist ein harmonisch gebautes, kleineres Warmblut, das mit viel Erfolg vor allem im Springsport eingesetzt wird. Der Kopf ist von mittlerer Größe und eher schmal, mit langen Ohren und einem geraden oder leicht konkaven Profil. Die großen Augen und fein geschnittenen, weiten Nüstern zeigen deutlich den Einfluss des Englischen Vollbluts. Der schlanke, mittellange Hals weist eine gute Wölbung auf. Er setzt mäßig hoch an den nicht zu schrägen Schultern an. Der Rumpf ist aufgezogen; Don-Pferde besitzen eine tiefe Brust und einen geräumigen Brustkorb. Der ausgeprägte Widerrist reicht weit in den eher langen, geraden Rücken hinein, der in eine flache Kruppe mit hoch ansetzendem Schweif übergeht. Die Beine sind lang und trocken, mit mäßig großen, aber kräftigen Gelenken, einer eher langen und steilen Fesselung und guten Hufen von mittlerer Qualität.
Die Rasse erreicht ein Stockmaß von rund 160 Zentimetern.
Sie tritt vor allem in den Farben Fuchs und Kastanienbrauner auf; häufig besitzen diese Farben einen goldenen Schimmer, wie er auch bei Karabachen vorkommt. Schimmel, Rappen und Dunkelbraune sind seltener. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind zulässig.
Herkunft und Haltung
Das Don-Pferd erhielt seinen Namen nach den ersten Züchtern und Reitern, den Don-Kosaken. Die Kosaken waren gefürchtete Kämpfer zu Pferde, die mehr auf den Sattel gekauert denn aufrecht ritten und zahlreiche Stunts wie das Auf- und Abspringen in vollem Galopp oder das Stehen auf dem laufenden Pferd beherrschten. Die europäischen Soldaten – vor allem Napoleons Truppen 1812 und 1814 – konnten nicht gegen sie vorgehen, da die Kosaken an Wendigkeit weit überlegen waren und "eins mit dem Pferd" zu sein schienen.
Eine unter dem Namen Don bekannte Pferderasse existiert schon seit längerer Zeit, aber ursprünglich waren diese Pferde deutlich kleiner und kompakter als das heutige Don-Pferd. Vermutlich waren an ihrer Entstehung Karabachen, Araber und Turkmenen beteiligt gewesen. Im 18. Jahrhundert wurde die Rasse durch Einkreuzung von Englischen Vollblütern veredelt. So verbesserte sich nicht nur das Exterieur, sondern auch die Spurtfähigkeit und Schnelligkeit der Pferde. Auch Orlow-Traber wurden eingekreuzt und Don-Pferde beeinflussten selbst andere Rassen wie den Budjonny.
Die über mehrere Jahrhunderte weitgehend wild gehaltene Rasse ist durch ihre Robustheit bekannt. Sie eignet sich unter anderem für das Springreiten, aufgrund ihrer Ausdauer aber auch für den Distanzsport.
Art und Wesen
Don-Pferde sind leistungswillige, zähe Pferde, die sich häufig als charakterlich weniger kompliziert als andere russische Pferderassen erweisen. Sie besitzen ein lebhaftes Temperament, das sich jedoch gut regeln lässt, und sind meist nervenstark und zuverlässig.
Herkunft: Russland
Stockmaß: 155-165 cm
Farben: hauptsächlich Füchse und Braune, auch Dunkelbraune, Schimmel, Rappen
Eignung als: Freizeit, Sportpferd
Pferderassen - Don-Pferd
Aussehen
Das Don-Pferd ist ein harmonisch gebautes, kleineres Warmblut, das mit viel Erfolg vor allem im Springsport eingesetzt wird. Der Kopf ist von mittlerer Größe und eher schmal, mit langen Ohren und einem geraden oder leicht konkaven Profil. Die großen Augen und fein geschnittenen, weiten Nüstern zeigen deutlich den Einfluss des Englischen Vollbluts. Der schlanke, mittellange Hals weist eine gute Wölbung auf. Er setzt mäßig hoch an den nicht zu schrägen Schultern an. Der Rumpf ist aufgezogen; Don-Pferde besitzen eine tiefe Brust und einen geräumigen Brustkorb. Der ausgeprägte Widerrist reicht weit in den eher langen, geraden Rücken hinein, der in eine flache Kruppe mit hoch ansetzendem Schweif übergeht. Die Beine sind lang und trocken, mit mäßig großen, aber kräftigen Gelenken, einer eher langen und steilen Fesselung und guten Hufen von mittlerer Qualität.
Die Rasse erreicht ein Stockmaß von rund 160 Zentimetern.
Sie tritt vor allem in den Farben Fuchs und Kastanienbrauner auf; häufig besitzen diese Farben einen goldenen Schimmer, wie er auch bei Karabachen vorkommt. Schimmel, Rappen und Dunkelbraune sind seltener. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind zulässig.
Herkunft und Haltung
Das Don-Pferd erhielt seinen Namen nach den ersten Züchtern und Reitern, den Don-Kosaken. Die Kosaken waren gefürchtete Kämpfer zu Pferde, die mehr auf den Sattel gekauert denn aufrecht ritten und zahlreiche Stunts wie das Auf- und Abspringen in vollem Galopp oder das Stehen auf dem laufenden Pferd beherrschten. Die europäischen Soldaten – vor allem Napoleons Truppen 1812 und 1814 – konnten nicht gegen sie vorgehen, da die Kosaken an Wendigkeit weit überlegen waren und "eins mit dem Pferd" zu sein schienen.
Eine unter dem Namen Don bekannte Pferderasse existiert schon seit längerer Zeit, aber ursprünglich waren diese Pferde deutlich kleiner und kompakter als das heutige Don-Pferd. Vermutlich waren an ihrer Entstehung Karabachen, Araber und Turkmenen beteiligt gewesen. Im 18. Jahrhundert wurde die Rasse durch Einkreuzung von Englischen Vollblütern veredelt. So verbesserte sich nicht nur das Exterieur, sondern auch die Spurtfähigkeit und Schnelligkeit der Pferde. Auch Orlow-Traber wurden eingekreuzt und Don-Pferde beeinflussten selbst andere Rassen wie den Budjonny.
Die über mehrere Jahrhunderte weitgehend wild gehaltene Rasse ist durch ihre Robustheit bekannt. Sie eignet sich unter anderem für das Springreiten, aufgrund ihrer Ausdauer aber auch für den Distanzsport.
Art und Wesen
Don-Pferde sind leistungswillige, zähe Pferde, die sich häufig als charakterlich weniger kompliziert als andere russische Pferderassen erweisen. Sie besitzen ein lebhaftes Temperament, das sich jedoch gut regeln lässt, und sind meist nervenstark und zuverlässig.
Herkunft: Russland
Stockmaß: 155-165 cm
Farben: hauptsächlich Füchse und Braune, auch Dunkelbraune, Schimmel, Rappen
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Aussehen
Das Englische Vollblut fand wegen seiner Schnelligkeit und Eleganz auf der ganzen Welt Liebhaber und beeinflusste in den letzten Jahrhunderten einen Großteil der heutigen Pferderassen.Der Kopf ist sehr trocken und leicht, mit großen, viel Luft aufnehmenden Nüstern, großen Augen, fein geschnittenen Ohren und einer geraden Nasenlinie. Das Genick ist sehr leicht; der schlanke, aber muskulöse, lange Hals setzt mäßig hoch an den flachen Schultern an. Der stark ausgeprägte Widerrist reicht weit in den kurzen, geraden Rücken hinein, der in eine schräge oder flache, lange Kruppe übergeht. Der Schweif ist hoch angesetzt. Die breite und tiefe Brust bietet der Lunge viel Platz, die runden Rippen bedecken ein ausgesprochen starkes Herz. Der Bauch ist zu den Flanken deutlich aufgezogen. Die Extremitäten sind lang, trocken und sehr schlank; sie besitzen mäßig große Gelenke und äußerst lange Röhrbeine. Die Fesselung ist lang und schräg, jedoch in keinem Fall weich. Die Hufe sind von mittlerer Qualität.
Englische Vollblüter variieren in der Größe stark, je nach ihrem Verwendungszweck. Kleinere Vollblüter mit eher gerader Kruppe und einem Stockmaß ab rund 150 Zentimetern sind so genannte "Steher" für Langstreckenrennen. Größere Pferde mit einem Stockmaß von bis zu 170 Zentimetern mit schräger Kruppe und flacheren Schultern werden bei Kurzstreckenrennen eingesetzt.
Am häufigsten sind Braune und Dunkelbraune, nicht selten mit Äpfelung, sowie Füchse; Rappen und Apfelschimmel gibt es ebenfalls. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind zulässig und kommen oft vor. Das Fell ist sehr fein und dünn; am Körper, vor allem aber an Kopf und Extremitäten sind die oberflächlichen Blutgefäße deutlich zu sehen. Das Langhaar ist meist schütter und kurz.
Herkunft und Haltung
Vorbereitet wurde die Zucht eines hochblütigen britischen Rennpferdes seit dem 17. Jahrhundert, als Henry VIII. in Hampton Court ein königliches Gestüt ins Leben rief und ein weiteres in Staffordshire durch seine Tochter Elizabeth I. gegründet wurde. Beide Monarchen importierten spanische und arabische Pferde, um sie mit einheimischen Rennpferderassen zu kreuzen.Eine systematische Zucht mit lückenloser Abstammungsregistrierung begann jedoch erst im frühen 18. Jahrhundert, als die drei Stammväter des Englischen Vollbluts nach Großbritannien eingeführt wurden: Godolphin Arabian (ein Berber), Byerley Turk und Darley Arabian (zwei arabische Vollblüter). Bis heute lässt sich jedes Vollblut auf einen der Hengste zurückführen. Aufgrund seiner enormen Ausdauer und ungeschlagenen Schnelligkeit erwarb sich das Vollblut rasch Liebhaber in der ganzen Welt und wurde in nahezu allen Ländern, in denen es bei Galopprennen startete, auch zur Veredelung einheimischer Rassen eingesetzt. Neben Großbritannien fand die Rasse vor allem in den USA und in Australien große Verbreitung, aber auch in vielen Staaten des Nahen Ostens und in Indien.Die größte Begabung des Englischen Vollbluts ist zweifellos das Galopprennen. Die Pferde kommen mit rund eineinhalb Jahren ins Training und erreichen bereits in Zweijährigenrennen außergewöhnliche Geschwindigkeiten. Da die Lebensgewinnsumme eines guten Galoppers leicht mehrere Hunderttausend Euro betragen kann und durch einen Deckeinsatz (v.a. über künstliche Befruchtung) ebenfalls viel Geld verdient werden kann, werden für vielversprechende Pferde teilweise mehrere Millionen Euro bezahlt.Neben den Flachrennen werden Vollblüter auch bei so genannten "Steeplechases", Rennen mit festen Busch- und Grabenhindernissen, eingesetzt. Die Rasse eignet sich jedoch für eine Verwendung als Spring- und Jagdpferd; bei korrekter Ausbildung können Vollblüter auch im Dressursport sehr erfolgreich sein.
Art und Wesen
Englische Vollblüter sind ausgesprochen temperamentvolle, ausdauernde Pferde, die ein hochsensibles Wesen besitzen. Besonders Pferde, die bereits für Rennen trainiert wurden, sind anfangs schwer zu handhaben und extrem schreckhaft und ängstlich. Bei guter Haltung mit ausreichend Bewegungsmöglichkeiten – sie können trotz ihres feinen Fells nach einer Eingewöhnungszeit im Offenstall gehalten werden – und feinfühliger, geduldiger Ausbildung erweisen sich Vollblüter jedoch als intelligente, menschenbezogene Pferde.
Herkunft: Großbritannien
Stockmaß: 150-173 cm
Farben: hauptsächlich Braune, Dunkelbraune
Eignung als: Freizeit, Sport- und Rennpferd
Pferderassen - Frederiksborger
Aussehen
Der Frederiksborger entwickelte sich von einem kräftigen Wagenpferd zu einem leichteren Reitpferd; heute treten beide Schläge noch auf, wobei der elegantere Typ häufiger zu finden ist.Der Kopf ist groß und ausdrucksstark, die Ohren sind von mittlerer Länge, die Ganaschen nicht zu kräftig. Frederiksborger besitzen eine gerade Nasenlinie oder ein leichtes Ramsprofil. Der Hals ist eher kurz und gut bemuskelt; er setzt hoch an der kräftigen, schrägen Schulter an. Der Widerrist ist gut ausgeprägt. Der lange, starke Rücken geht in eine eher kurze, schräge Kruppe mit hoch ansetzendem Schweif über. Die Brust ist breit und sehr tief, der Rumpf leicht tonnenförmig. Die kräftigen Beine besitzen große Gelenke, kurze Röhrbeine und eine gute Fesselung von mittlerer Länge.
Frederiksborger messen um 160 Zentimeter.
Die Rasse kommt beinahe ausschließlich in den Variationen der Fuchsfarbe vor; es sind Dunkelfüchse mit hellem Langhaar, Schweißfüchse, Rot- und Lichtfüchse zu finden. Weiße Abzeichen kommen vor. Das Langhaar ist dicht und manchmal gewellt. Bei dem schwereren Schlag tritt leichter Behang an den Fesseln auf.
Herkunft und Haltung
Der Frederiksborger ist eine ausgesprochen alte Rasse. Seine Zucht lässt sich bis in das Jahr 1562 zurückverfolgen, als König Frederik II. dem königlichen Gestüt in Frederiksborg die Zucht eines eleganten, aber robusten Reit- und Fahrpferdes befahl. Die Basis dieser Zucht waren vor allem iberische Pferde, aber auch die italienischen Neapolitaner. Die Zucht erreichte im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt, als die vielseitig einsetzbaren Pferde in ganz Europa sowohl als Dressurpferde in der Reitbahn als auch als Armeepferde Verwendung fanden. Zeitweilig wurden englische Halbblüter eingekreuzt.Durch den starken Export in das europäische Ausland wurde die Zahl der Frederiksborger in Dänemark selbst stark reduziert, sodass Mitte des 19. Jahrhunderts eine systematische Zucht kaum noch möglich war. Durch die Einkreuzung von Oldenburgern, friesischen Pferden und Englischen und arabischen Vollblütern sollte die Rasse verbessert und konsolidiert werden. Der erhöhte Bedarf an leichteren Jagd- und Kriegspferden ließ die staatliche Zucht jedoch endgültig untergehen; lediglich private Züchter sicherten den Fortbestand der Rasse.Heute gibt es nur wenige reinrassige Pferde. Das Frederiksborger Blut fließt jedoch im Dänischen Warmblut und einer der sechs Stammväter der Lipizzanerzucht war ein weißer Frederiksborger-Hengst.
Art und Wesen
Frederiksborger sind sehr intelligente, lernwillige Tiere mit einem lebhaften, aber leicht zu regelndem Temperament. Sie eignen sich aufgrund ihrer raschen Auffassungsgabe und ihres Gehorsams hervorragend für eine Ausbildung in den klassischen Dressurlektionen.
Herkunft: Dänemark
Stockmaß: 155-165 cm
Farben: hauptsächlich Füchse
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd

Pferderassen - Freiberger
Aussehen
Der Freiberger wird in unterschiedlichen Typen gezüchtet, wobei der moderne Typ einem schwereren Warmblut, der alte Schlag eher einem (leichten) Kaltblut entspricht. Beide Linien zeichnen sich jedoch durch ein kompaktes Gebäude und große Leistungsfähigkeit aus. Der Kopf ist von mittlerer Größe und mäßig schwer, mit breiter Stirn, eher kleinen Ohren, großen Ganaschen und einem geraden Profil. Der lange, sehr kräftige Hals weist an der Oberlinie eine gute Wölbung auf; er setzt relativ hoch an den schrägen Schultern an. Die Brust ist breit, der Oberarm stark bemuskelt. Der kaum ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, starken Rücken mit runder, kurzer Kruppe über. Der Rumpf ist eher tonnenförmig und nur wenig aufgezogen. Die kurzen Beine sind kräftig, aber trocken, mit kurzer, zuweilen steiler Fesselung und deutlichem Fesselbehang.
Freiberger erreichen ein Stockmaß von 150 bis 160 Zentimetern.
Das Fell ist ausschließlich fuchsfarben, braun oder dunkelbraun, häufig mit Äpfelung. Das Langhaar ist dicht und oft von rauer, gewellter Struktur.
Herkunft und Haltung
Die verschiedenen Schläge des Freibergers spiegeln das unterschiedliche Ausmaß wieder, in dem gegen Ende des 19. Jahrhunderts die einheimischen, schweren Arbeitspferde des Schweizer Jura durch die Kreuzung mit Englischen Vollblütern veredelt wurden. Auch französische Anglonormannen, aus denen später das Selle Français hervorging, hatten an der Entwicklung des Freiberger Anteil. Vereinzelt wurden andere Rassen, darunter Vollblutaraber, eingekreuzt; dennoch entspricht das heutige Schweizer Pferd weitgehend dem ursprünglichen Typ des Freibergers.In der Schweiz wird der Freiberger als vielseitiges Reit-, Pack- und Zugpferd eingesetzt. Neben Freizeitreitern und -fahrern ist der leichte Schlag bei Fahrturnieren im Zwei- und Vierspänner zu sehen. Die Schweizer Armee hat immer noch einen Bestand an Freibergern, die den Alpenjägern als Packtiere dienen. Aus der Zucht mit Eseln gehen große und sehr kräftige Maultiere hervor, die ebenfalls für den Train eingesetzt werden.
Art und Wesen
Der Freiberger überzeugt durch sein unkompliziertes, gutmütiges Wesen. Die zuverlässigen Pferde verfügen über eine große Nervenstärke und enorme Ausdauer im Tragen und Ziehen. Freiberger sind ausgesprochen robust; sie gelten als frühreif und leichtfuttrig.
Herkunft: Schweiz
Stockmaß: 150-160 cm
Farben: Füchse, Braune, Dunkelbraune
Eignung als: Freizeit, Kutsch- und Zugpferd

Pferderassen - Friese
Aussehen
Der Friese bietet mit seinem lackschwarzen Fell, dem dichten und langen Behang und der stolzen Haltung ein imposantes Bild. Sein Kopf ist lang und schmal, mit mäßig großen Augen, kleinen, hoch angesetzten Ohren und einem geraden Profil oder einer leichten Ramsnase. Der kräftige Hals ist mäßig lang und wird sehr hoch getragen. Er besitzt eine elegant gerundete Oberlinie. Die eher steilen Schultern sind ausgesprochen muskulös. Der wenig ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, leicht gemuldeten Rücken mit langer, schräger Kruppe und tief ansetzendem Schweif über. Die Brust ist sehr breit, der Rumpf zu den Flanken hin mäßig aufgezogen. Die Beine sind von mittlerer Länge und stabil, mit großen Gelenken (besonders die Sprunggelenke) und einer eher kurzen Fesselung von guter Schräge.
Die Rasse misst durchschnittlich 160 Zentimeter, wirkt aufgrund der starken Aufrichtung jedoch deutlich größer.
Als Fellfarbe tritt lediglich schwarz auf; einige Pferde besitzen im Sommer einen leichten Stich ins Braune. Abzeichen an den Beinen sind nicht zulässig; auf der Stirn ist ein kleiner weißer Fleck erlaubt, aber nicht erwünscht.Das Fell des Friesen ist kurz und glänzend. Mähne und Schweif wachsen sehr dicht und lang; sie sind von seidiger, gewellter Struktur. Friesen besitzen starken Fesselbehang.
Herkunft und Haltung
Der Friese geht in direkter Linie auf die Ritterpferde zurück und ist damit eine der ältesten europäischen Pferderassen. Die Pferde des späten Mittelalters waren große Kaltblüter mit ruhigem Temperament, kräftig genug, das hohe Gewicht eines voll gerüsteten Ritters zu tragen und auszubalancieren. Die damals noch nicht einheitlich schwarzen Pferde wurden später durch Einkreuzung von Andalusiern (vor allem während der spanischen Besetzung der Niederlande), Arabern und Berbern veredelt. Im 19. Jahrhundert, als die Rasse hauptsächlich als Galakarossiers verwendet wurden – besonders im Mehrspänner wirken die Pferde wegen der großen (farblichen) Einheitlichkeit beeindruckend –, kam es zur Zucht mit Trabern. Durch sie erhielt der Friese die heute für ihn typische starke Trabaktion und den sehr runden, bergauf gesprungenen Galopp.Durch die Veredelung erwies sich der Friese als nur noch beschränkt in der Landwirtschaft einsetzbar und auch der Bedarf an Kutschpferden sank Anfang des letzten Jahrhunderts drastisch. Zeitweilig war die Rasse vom Aussterben bedroht. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch wieder bekannter, als aufgrund von Spritmangel starke, große Pferde für den leichteren Zug benötigt wurden.Heute besitzt der Friese zahlreiche Liebhaber in Europa und den USA, die seine Vielseitigkeit und sein imposantes Erscheinungsbild schätzen. Neben ihrem Einsatz als Fahrpferd erweisen sich Friesen dank ihres andalusischen Erbes in der klassischen Dressur als ausgesprochen talentiert.
Art und Wesen
Friesen besitzen ein sehr freundliches, menschenbezogenes Wesen. Ihr Gehorsam und ihr eher ruhiges Temperament machen sie zu angenehmen Freizeitpferden. Besonders vor der Kutsche zeigen sich die arbeitswilligen Rappen sehr ausdauernd.
Herkunft: Niederlande
Stockmaß: 155-165 cm
Farben: Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd


Pferderassen - Furioso-Northstar
Aussehen
Der Furioso-Northstar ist ein großrahmiges, kräftiges Pferd im Warmbluttyp, das auch Merkmale des Englischen Vollbluts aufweist. Der Kopf ist von mittlerer Größe und elegant, mit großen Nüstern, fein geschnittenen Ohren und geradem Profil. Der lange Hals besitzt die nötige Leichtheit im Genick sowie einen muskulösen Ansatz an den langen, schrägen Schultern. Oberarm und -schenkel sind gut bemuskelt. Der Rumpf weist runde Rippen auf und ist leicht aufgezogen. Der deutlich ausgeprägte Widerrist reicht weit in den langen Rücken hinein (Langrechtechtpferd). Die Kruppe fällt nur wenig ab, der Schweif setzt relativ hoch an. Die Extremitäten sind trocken und stabil.
Furioso-Northstars messen meist um 160 Zentimeter.
Die Rasse bringt vor allem braune und dunkelbraune Pferde, teilweise mit Äpfelung, sowie Füchse und – selten – Rappen hervor. Weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten sind selten.
Herkunft und Haltung
Bereits im 18. Jahrhundert begann man im Gestüt Mezöhegyes, elegante, aber leistungsfähige und vielseitig einsetzbare Pferde zu züchten. Die beiden Stammhengste der ungarischen Rasse, der Vollblüter Furioso und Northstar, dessen Abstammung nicht eindeutig geklärt ist, deckten in den 1840er und 50er Jahren in dem durch Josef II. gegründeten Gestüt vor allem Nonius-Stuten. Die Furioso-Linie setzte sich in den später zu einer Rasse zusammengelegten Zuchten durch, sodass die heutigen Furioso-Northstars den leichten Kopf und die trockenen Extremitäten des Vollbluts mit dem kräftigen, langlinigen Körperbau des Nonius vereinen.Furioso-Northstars sind ausgezeichnete Fahrpferde mit einem raumgreifenden, mühelosen Trab bei mittlerer Aktion. Aufgrund ihres Vollbluterbes eignen sie sich jedoch auch für alle Sparten des Reitsports. In Ungarn wird die Rasse unter anderem von den ungarischen Viehhirten, den Czikos, als Arbeitspferd und als Pferd für ihre rasante Stuntreiterei genutzt.
Art und Wesen
Furioso-Northstars sind nervenstarke, gleichzeitig sehr temperamentvolle Pferde mit großem Leistungswillen und einer schnellen Auffassungsgabe. Sie sind zuverlässige Kutsch- und Reitpferde und unkompliziert in Umgang und Haltung.
Herkunft: Ungarn
Stockmaß: 160-165 cm
Farben: hauptsächlich dunkle Farben
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd

Pferderassen - Gelderländer
Aussehen
Der Gelderländer ist ein kompaktes, aber elegantes Warmblut mit ausgewogenen Proportionen. Der mäßig trockene Kopf besitzt eine breite Stirn, Ohren mittlerer Länge und ein gerades oder häufiger leicht konvexes Profil. Das Genick ist eher leicht; der muskulöse, aber nicht zu schwere Hals setzt hoch an den eher flachen Schultern an. Der Hals ist lang, mit starker Aufrichtung. Der deutlich ausgeprägte Widerrist geht in einen kurzen, geraden, eher festen Rücken über. Die kurze Kruppe ist von mittlerer Schräge, der Schweif wird in Bewegung leicht erhoben getragen. Der Rumpf ist nur wenig aufgezogen. Die Brust ist breit und tief, die Rippen rund. Unterarm und -schenkel sind gut bemuskelt. Die trockenen Extremitäten besitzen große, starke Gelenke; die Rasse ist eher steil gefesselt.
Gelderländer erreichen ein Stockmaß von rund 160 Zentimeter.
Am häufigsten sind Füchse dieser Rasse zu finden; Braune, Rappen und Schimmel treten eher selten auf. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind auch in größerem Umfang zulässig und sehr beliebt.
Herkunft und Haltung
In der an Nordrhein-Westfalen grenzenden niederländischen Provinz Gelderland wurden jahrhundertelang Arbeitspferde gezüchtet, die den heutigen Gelderländern jedoch wenig glichen. Im 19. Jahrhundert kam es zur Veredelungen durch die Kreuzung mit deutschen (Westfalen u.a.), französischen (Anglonormannen), polnischen, iberischen (P.R.E.) und italienischen (Neapolitaner, entspricht weitgehend dem heutigen Maremmano) Pferden. Besonders der englische Hackney hinterließ seine Spuren: Die niederländische Rasse besitzt spektakuläre Gänge mit hoher Aktion und starker Aufrichtung.Gelderländer sind aufgrund der systematischen Leistungsselektion robuste Arbeitspferde, die Anfang des 20. Jahrhunderts wochentags in der Landwirtschaft eingesetzt und am Sonntag vor die elegante Kutsche gespannt wurden. Gelderländer-Blut beeinflusste nachhaltig die Entstehung des Holländischen Warmbluts.Heute sind Gelderländer vor allem auf den in den Niederlanden äußerst beliebten Fahrturnieren zu sehen. Bei diesen Wettbewerben werden einzig Gänge und Gebäude des Pferdes sowie die ästhetische Aufmachung von Pferd und Kutsche bewertet. Um die typischen Merkmale des Gelderländers zu unterstreichen, werden jedoch zum Teil umstrittene mechanische Hilfsmittel eingesetzt; die Schaupferde entsprechen häufig nicht mehr den Anforderungen an einen tadellosen Charakter dieser Rasse.Unter dem Sattel eignen sich Gelderländer vor allem für den Einsatz als Freizeit-, häufig aber auch als talentierte Springpferde.
Art und Wesen
Der Gelderländer ist bei pferdegerechter Haltung und Ausbildung ein ausgesprochen nervenstarkes Pferd mit lebhaftem, aber leicht zu regelndem Temperament. Er ist freundlich und gehorsam und zeichnet sich durch große Zuverlässigkeit vor allem im Gespann aus.
Herkunft: Niederlande
Stockmaß: 157-163 cm
Farben: Braune, Dunkelbraune, Füchse, Schimmel, Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutsch- und Showpferd

Pferderassen - Hackney
Aussehen
Der Hackney wurde deutlich als Wagenpferd für elegante, Aufsehen erregende Ausfahrten gezüchtet. Der Kopf ist lang, mit geradem Profil und großen Nüstern, die eine gute Luftzufuhr ermöglichen. Der lange, schlanke Hals ist sehr hoch angesetzt und verläuft in einem eleganten Bogen. Der ausgeprägte Widerrist reicht weit in den kurzen, geraden Rücken. Die Brust ist, typisch für Kutschpferde, breit und tief, die Rippen sind gerundet. Der Schweif setzt an einer mäßig schrägen Kruppe hoch an; er wird in der Bewegung hoch getragen. Die Beine sind lang und kräftig, mit stabilen Gelenken und kurzen, steilen Fesseln.Die Rasse besticht neben ihrem eleganten Erscheinungsbild durch ihre Gänge, die eine extreme Aktion besitzen. Im Trab wird der Unterarm häufig bis über die Waagrechte gehoben; auch die Hinterbeine werden stark angehoben. Es entsteht eine sehr rasche, taktmäßige Bewegung, die am höchsten Punkt der Aktion kurz in der Luft verharrt und so beinahe "schwebend" wirkt.
Hackneys erreichen ein Stockmaß von um 155 Zentimeter.
Sie weisen hauptsächlich die Farben braun, dunkelbraun und schwarz auf; Füchse sowie vereinzelt stichelhaarige Farben kommen vor. Große Abzeichen an Kopf und Extremitäten treten häufig auf und sind sehr beliebt; gescheckte Pferde sind dagegen nicht erlaubt. Das Fell des Hackneys ist kurz, fein und glänzend; das Langhaar ist dicht und häufig leicht gewellt.Es existiert eine kleinere Version, das Hackney-Pony, das dem großen Hackney absolut gleicht, aber lediglich 125 bis 145 Zentimeter misst.
Herkunft und Haltung
Der Hackney wurde unter anderem durch englische Traber, Coach Horses sowie Englische und Arabische Vollblüter beeinflusst. Als Stammväter der Rasse gelten die Hengste Old Shales, ein Englisches Vollblut, sowie Gold Farmer und Foxhunter. Zur Zucht des Hackney Ponys wurden darüber hinaus Fell- und Welshponys verwendet.Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts existierten dem heutigen Hackney sehr ähnliche Pferde; die Rasse wurde jedoch erst 1880 offiziell anerkannt. Auch die typische Gangmechanik entwickelte sich erst um diese Zeit, als Pferdeschauen mit Prüfungen in "Light Harness" vermehrt aufkamen. Der genaue Ursprung des Namens Hackney ist unklar; ähnlich klingende Worte als Bezeichnung für minderwertige Pferde oder Pferde von Bettlern gab es im Spanischen, Anglonormannischen und Französischen. In England bürgerte sich "Hack" als Bezeichnung für Mietpferde ein. Wieso dieser Name schließlich für die eleganten Kutschpferde Verwendung fand, kann nicht nachvollzogen werden.Heute finden Hackneys und Hackney-Ponys vor allem Verwendung als Show-Pferde, die nach der Eleganz ihrer Bewegungen und der Aufmachung von Pferd und Wagen gerichtet werden. Dies führte in den USA dazu, dass die Rasse ähnlich den Missouri Foxtrottern und American Saddlebred Horses mit manipulierten Hufen und Schweifen vorgestellt werden. In Großbritannien finden die Pferde aber auch Verwendung als Freizeit- und Springpferde.
Art und Wesen
Hackneys besitzen ein lebhaftes, aber umgängliches Temperament. Sie sind freundlich und leistungswillig sowie in einer gemäßigteren Variante des Show-Trabes ausgesprochen ausdauernd.
Herkunft: Großbritannien
Stockmaß: 145-158 cm
Farben: alle klaren Farben; keine Schimmel
Eignung als: Kutsch-, Showpferd
Pferderassen - Hannoveraner
Aussehen
Der Hannoveraner ist zweifellos eine der bekanntesten deutschen Warmblutzuchten, nicht zuletzt, weil er in allen Reitsportdisziplinen – Springen, Dressur und Vielseitigkeit – weltweit große Erfolge erreichen konnte. Der wohl proportionierte, klar geschnittene Kopf des Hannoveraners ist von mittlerer Größe und besitzt ein gerades Profil oder eine angedeutete Ramsnase. Der lange, muskulöse Hals setzt hoch an den eher flachen Schultern an, die guten Raumgriff ermöglichen. Der ausgeprägte Widerrist reicht weit in den langen Rücken hinein (Langrechteckpferd). Die Kruppe fällt leicht zum hoch angesetzten Schweif ab. Die breite Brust und die Hinterhand sind gut bemuskelt. Die Beine sind kräftig und stabil, mit eher großen Gelenken, mäßig langen Röhrbeinen und einer mittellangen, gut schrägen Fesselung. Die Qualität der Hufe lässt manchmal zu Wünschen übrig.
Hannoveraner könne im Stockmaß stark variieren. Sie messen zwischen 156 und über 170 Zentimetern; durchschnittlich erreicht die Rasse eine Schulterhöhe von 165 Zentimetern.
Die Warmblüter kommen ähnlich wie die Holsteiner hauptsächlich in den Farben braun, dunkelbraun (oft mit Äpfelung) und fuchsfarben vor. Alle anderen klaren Farben treten jedoch auch auf, ebenso wie weiße Abzeichen an Kopf und Beinen.
Herkunft und Haltung
Der Hannoveraner ist eine weitgehend kräftig und kompakt gebliebene Warmblutrasse, die nicht so stark mit Englischen Vollblütern veredelt wurde. Der Hannoveraner geht bis in das frühe 18. Jahrhundert zurück, als durch Georg II, König von England und Herr des Hauses Hannover, das Landesgestüt Celle gegründet wurde. Die hier zur Zucht eingesetzten Rassen waren neben Holsteinern auch Neapolitaner und Andalusier. Zuchtziel war ein robustes, umgängliches Allround-Pferd, das unter dem Sattel ebenso wie vor der Kutsche arbeiten und auch für leichte Aufgaben in der Landwirtschaft eingesetzt werden sollte.Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelten sich die Anforderungen und mithilfe von Englischen Vollblütern und Trakehnern entstand ein sportliches, eleganteres Warmblut, dass immer noch stabil und stark ist.
Heute ist der Hannoveraner auf der ganzen Welt als Pferd auch für den großen Sport, vor allem für das Springreiten und die Dressur, bekannt und beliebt. Zahlreiche weltweit erfolgreiche Pferde wie Ferdl (unter Alwin Schockemöhle), Dollar Girl (Nick Skelton), Walzerkönig (Franke Sloothaak) und Deister (Paul Schockemöhle) entstammen der Hannoveranerzucht. Aber auch als Freizeitpferd eignen sich die Gewichtsträger hervorragend.
Art und Wesen
Hannoveraner sind temperamentvolle, aber nicht überempfindliche Pferde, die über einen unkomplizierteren Charakter und mehr Nervenstärke verfügen als die meisten anderen deutschen Warmblutrassen. Dennoch können Pferde, die stark vollblutgezogenen Zuchtlinien entstammen, zuweilen schwer zu regeln sein.
Herkunft: Deutschland
Stockmaß: 156-170 cm
Farben: alle klaren Farben
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Holsteiner
Aussehen
Der Holsteiner steht deutlich im Typ des vielseitig einsetzbaren Sportpferdes und vereinigt zahlreiche Reitpferdepoints in sich. Der Kopf ist mäßig trocken, von mittlerer Größe und mit geradem Profil oder leichter Ramsnase. Ohren und Augen sind groß und vermitteln einen wachen, aufmerksamen Eindruck. Der Hals ist lang und muskulös, aber nicht zu schwer, mit kräftigem Genick und guter Ganaschenfreiheit. Er besitzt eine gut gewölbte Oberlinie und setzt hoch an den Schultern an, die eine gute Schräge aufweisen. Die Brust ist breit und tief, der Oberarm stark bemuskelt. Der deutlich ausgeprägte Widerrist geht in einen langen Rücken über. Der Schweif setzt hoch an der schräg abfallenden Kruppe an. Die Hinterhand ist kräftig; die Beine besitzen große, aber trockene Gelenke und stabile Röhren. Die Fesselung ist von guter Länge und Schräge, die Hufe sind oft nicht sehr hart.
Holsteiner zählen mit einem Stockmaß von 162 bis 172 Zentimetern zu den großen Warmblutrassen.
Das feine Fell ist meist braun oder dunkelbraun, häufig mit Äpfelung; Schimmel sind ebenfalls oft zu finden. Füchse und Rappen treten eher selten auf. Weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten sind üblich, sollten jedoch nicht zu großflächig sein. Das Langhaar ist nur mäßig dicht.
Herkunft und Haltung
Die Zucht des Holsteiners lässt sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen, als in den Marschgebieten der Elbe Arbeitspferde gezüchtet wurden. An der Entstehung dieses Pferdetyps waren italienische Pferde (Neapolitaner, ähnlich dem heutigen Marammano), Berber und Araber sowie Andalusier beteiligt. Wie bei den meisten deutschen Warmblutrassen war der ursprüngliche Schlag deutlich schwerer als das moderne Sportpferd und konnte auch für leichtere landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt werden. Da der Holsteiner vermutlich die älteste deutsche Rasse ist, prägte er die anderen Landeszuchten sowie die Zuchten im benachbarten europäischen Ausland erheblich.Die systematische Zucht des Holsteiners begann 1867 mit der Gründung des preußischen Gestüts Traventhall, das im letzten Jahrhundert aufgelöst wurde. Heute ist die Zucht im holsteinischen Elmshorn beheimatet. Nach 1945 wurden vermehrt Englische Vollblüter (sowie Cleveland Bays und Trakehner) eingekreuzt, um den gewandelten Ansprüchen und dem Wunsch nach einem leichten, eleganten Sportpferd gerecht zu werden. Um die Vielseitigkeit sowie den umgänglichen Charakter des Holsteiners zu wahren, findet die Zucht mit Voll- und Halbblütern heute jedoch nur noch begrenzt statt. Holsteiner eignen sich für alle Sparten des Reitsports. Aufgrund ihrer Begabung für ausdrucksvolle Verstärkungen bei guter Versammlungsfähigkeit erzielen holsteinische Warmblüter auf Dressurturnieren bis in die höchsten Klassen gute Erfolge. Die Pferde finden auch im Fahrsport Verwendung. Die Springbegabung des holsteinischen Pferdes verdeutlichte in den 1950er und 1960er Jahren der berühmte Wallach Meteor des Springreiters Fritz Thiedemann, der bei drei Olympischen Spielen Medaillen gewann, zuletzt im Alter von 17 Jahren in Rom.
Art und Wesen
Der Holsteiner ist gehorsames, lernwilliges Pferd, das üblicherweise über einen umgänglichen Charakter und starke Nerven verfügt. Durch die starke Vollbluteinzucht entstanden jedoch auch sehr temperamentvolle, schwierig zu handhabende Linien. Im Allgemeinen sind Holsteiner jedoch zuverlässig und anpassungsfähig, da die relativ kleine Zucht die Selektion auch auf der Basis von Leistung und Wesen betreibt.
Herkunft: Deutschland
Stockmaß: 162-172 cm
Farben: vorwiegend Braune und Dunkelbraune, auch Schimmel, Füchse, Rappen
Eignung als: Freizeit, Sport- und Kutschpferd

Pferderassen - Karabach
Aussehen
Der Karabach ist ein sehr harmonisch gebautes, mittelgroßes Pferd, das durch seine karge Heimat geprägt wurde. Der Kopf ist leicht und weist ein gerades Profil sowie eine breite Stirn auf; die Maulspalte ist kurz, die Ohren sind klein und beweglich. Die Schultern weisen eine ausreichende Schräge auf. Der Hals ist lang und leicht und geht in einen kurzen, geraden und kräftigen Rücken über. Die schräge Kruppe und der tief angesetzte Schweif ermöglichen ein gutes Untertreten. Die Beine sind trocken und korrekt bei mittlerem Fundament, die Hufe groß und extrem hart. Die Fesseln sind von mittlerer Länge und Schräge.Aufgrund der flachen und kaum raumgreifenden Bewegungen erweisen sich die Gänge meist als angenehm und wenig ermüdend für den Reiter.
Karabachen erreichen eine Größe von nur wenig über Ponymaß; sie messen meist um 147 Zentimeter.
Karabach-Pferde besitzen, wie viele Rassen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, einen ausgeprägten Goldschimmer in dem meist fuchs- oder falbfarbenen oder auch kastanienbraunen Fell. Schimmel und Dunkelbraune kommen sehr selten vor. Das Fell ist sehr seidig und glatt, bietet aber auch bei Kälte ausreichenden Schutz. Mähne und Schweif sind mäßig dicht und glatt.
Herkunft und Haltung
Die Rasse stammt aus dem kargen Vulkanhochland der Region Berg-Karabach (Nagorny-Karabach) im Südwesten Aserbeidschans. Der Karabach geht unter anderem auf orientalische Einflüsse (Araber, Perser) zurück, die sich heute noch in seinem Exterieur niederschlagen. Bereits im 4. oder 5. Jahrhundert n.Chr. entstand jedoch schon eine eigenständige Rasse in der Karabach-Region, die ihrerseits in andere russische Rassen wie das Donpferd eingekreuzt wurde.Heute werden Karabachen außerhalb Russlands vor allem als Freizeitpferde verwendet. Durch ihre Härte und ihr gut regelbares Temperament eignen sie sich auch hervorragend als Pferde für Distanzritte.
Art und Wesen
Karabachen bestechen vor allem durch ihre Zähigkeit und ihre Laufbereitschaft bei gleichzeitiger Freundlichkeit im Umgang. Auf den schwierigen Böden ihrer Heimat entstand eine mutige Rasse, die wenig zum Scheuen neigt. Wie viele russische Rassen schließen sich Karabachen ihrem Reiter häufig sehr eng an, bleiben anderen Menschen gegenüber aber auch nach langer Zeit noch distanziert und vorsichtig.
Herkunft: Aserbeidschan
Stockmaß: 143-150 cm
Farben: Falben, Füchse, Braune mit Goldschimmer
Eignung als: Freizeitpferd

Pferderassen - Karbadiner
Aussehen
Der Karbadiner wurde in seinem Gebäude und Charakter durch seine karge Heimat, den Kaukasus, ebenso geprägt wie durch die in den letzten Jahrzehnten erfolgte Veredelung mithilfe Englischer Vollblüter. Der mittelgroße Kopf ist lang, mit einer breiten Stirn, kräftigen Ganaschen und großen Augen und Ohren. Moderne Karbadiner besitzen meist ein gerades Profil; der ursprünglichere Typ weist zuweilen einen deutlichen Ramskopf auf. Der lange, muskulöse Hals wird mit starker Aufrichtung getragen; er setzt hoch an den eher steilen Schultern an. Der ausgeprägte Widerrist reicht weit in den langen Rücken hinein (Langrechteckpferd). Die kräftige Kruppe fällt schräg zum eher hoch ansetzenden Schweif hin ab. Die Brust ist breit, der Rumpf zu den Flanken hin aufgezogen. Die schlanken Extremitäten verfügen über mittelgroße, stabile Gelenke und eine lange, schräge Fesselung. Die Hufe sind von ausgesprochen guter Qualität.
Die Rasse erreicht ein Stockmaß von rund 150 bis 155 Zentimetern, wobei vereinzelt auch kleinere und – was meist auf starke Vollbluteinkreuzung hinweist – größere Tiere vorkommen.
Die üblichen Farben sind braun und dunkelbraun; das Fell ist zwar seidig und glänzend, verfügt aber nicht über den für andere russische Rassen wie den Karabach oder den Achal-Tekkiner typischen Goldglanz. Rappen kommen relativ häufig, Schimmel sehr selten vor. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen treten selten und nur kleinflächig auf.
Herkunft und Haltung
Der Karbadiner ist – wie die meisten russischen Pferderassen – für seine extreme Härte bekannt. Sie entwickelte sich aufgrund der schwierigen Lebensbedingungen im nördlichen Kaukasus, wo Karbadiner schon seit Jahrhunderten Reiter durch unwegsamstes Gelände und über steinige, enge Bergpässe tragen müssen. Ursprünglich entstand die Rasse vermutlich durch den Einfluss arabischer und turkmenischer Pferde, die das eher elegante, langbeinige Exterieur vererbten. Ebenso beeinflussten aber auch einheimische Rassen wie das Don-Pferd den Karbadiner. In den letzten Jahren kam es teilweise zu Veredelungsversuchen mit Vollblütern; dies wirkte sich jedoch eher negativ auf die Nervenstärke und legendäre Trittsicherheit des Karbadiners aus.
Karbadiner spielten eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Terskers.
Seit einigen Jahren werden vermehrt russische Pferde nach Deutschland importiert, darunter auch zahlreiche Karbadiner, deren Rassereinheit jedoch lediglich über entsprechende Papiere und Brände nachprüfbar ist. Die Rasse erweist sich als ausdauernd und ausgesprochen vielseitig – neben Freizeit-, Wander- und Distanzritten können Karbadiner im Springparcours wie unter dem Westernsattel beeindrucken.
Art und Wesen
Karbadiner verfügen neben ihrer Trittsicherheit über ein nervenstarkes Wesen, da sie im schwierigen Gebirgsterrain eine blinde Flucht leicht das Leben gekostet hätte. Die Pferde sind zuverlässig, gehorsam und lernen rasch. Wie viele russische Pferde neigen sie jedoch zu einem distanzierten Verhalten gegenüber Menschen und schließen sich meist nur einer Person eng und treu an.
Herkunft: Russland
Stockmaß: 147-157 cm
Farben: vor allem Braune und Dunkelbraune
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Kladruber
Aussehen
Der Kladruber ist ein großrahmiges, zuweilen massig wirkendes Kutschpferd mit langen Linien und energischen Gängen mit hoher Aktion. Der Kopf ist groß und mäßig trocken, mit großen Augen, kleinen, beweglichen Ohren, und einem meist ausgeprägten Ramsprofil. Das Genick ist ausreichend leicht; der lange Hals mit gut gewölbter Oberlinie setzt hoch an den eher flachen, langen und gut bemuskelten Schultern an. Die Brust ist breit und tief, der Oberam muskulös. Der nur mäßig ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, zuweilen etwas weichen Rücken über. Die hohe, runde Kruppe fällt nur wenig ab, der Schweif ist hoch angesetzt. Die Extremitäten sind von mittlerer Länge, mit großen Gelenken und stabilen Röhrbeinen. Die Fesselung ist eher kurz und von guter Schräge.
Kladruber messen rund 165 Zentimeter; einige Tiere erreichen aber auch ein Stockmaß von deutlich über 170 Zentimetern.
Die Rasse tritt nahezu ausschließlich in den Farben weiß sowie schwarz ohne oder mit geringen Abzeichen auf. Das Langhaar ist seidig und glatt; der Schweif wächst sehr dicht.
Herkunft und Haltung
Die beiden Fellfarben des Kladrubers – Schimmel und Rappen – weisen auf die geografisch getrennten Zuchtlinien hin. Im Hofgestüt Kladrub, durch das die Rasse ihren Namen erhielt, werden heute nur noch Schimmel gezüchtet. Das Gestüt, rund 75 Kilometer östlich von Prag, wurde bereits 1579 durch Rudolf II. gegründet. Aus der Bedeckung einheimischer Stuten durch iberische und Neapolitaner-Hengste entstanden so genannte "Karossiers", große (früher oft über 180 Zentimeter) und kräftige Wagenpferde für den Wiener Kaiserhof, die durch ihre ausdrucksstarken Gänge sowie eine außergewöhnliche Begabung für die klassische Dressur beeindruckten.Die beiden Farbzuchten gehen auf den Schimmel Pepoli sowie auf den Rappen Sacromoso zurück, die beide in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Kladrub eingesetzt wurden. 1932 wurde die Rappzucht eingestellt. Wenige Jahre später wurde sie jedoch versuchsweise wieder aufgenommen und wird bis heute im Gestüt Slatinany fortgeführt.Kladruber werden heute in Tschechien als Fahr- und Freizeitpferde eingesetzt; in Deutschland sind sie wenig verbreitet. Die große Dressurbegabung – über eine Hengstlinie führen Kladruber Lipizzanerblut – prädestiniert die Pferde für die klassische Reitkunst; in Deutschland werden Kladruber in dieser Form unter anderem im Reitinstitut Egon von Neindorff (Karlsruhe) vorgeführt.
Art und Wesen
Der Kladruber besitzt – wie auch der mit ihm verwandte Lipizzaner – einen ruhigen, aber nicht immer einfachen Charakter. Die Pferde sind ausgesprochen willensstark und müssen für die zu leistende Arbeit begeistert werden; dann erweisen sie sich jedoch als zuverlässig, lernwillig und sensibel.
Herkunft: Tschechische Republik
Stockmaß: 160-170 cm
Farben: Schimmel und Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd

Pferderassen - Knabstrupper
Aussehen
Der Knabstrupper ist eine sehr alte Rasse, die vor allem durch ihre außergewöhnliche Färbung, aber auch durch ihr kompaktes, muskulöses Gebäude auffällt. Der Kopf ist eher schwer, mit geradem oder leichtem Ramsprofil, kleinen, beweglichen Ohren, großen Nüstern und großen Ganaschen. Der an den schrägen Schultern hoch angesetzte, kräftige Hals ist von ausreichender Länge und besitzt eine gut gewölbte Oberlinie. Der kurze, stabile Rücken (Quadratpferd) geht in eine runde und mäßig abfallende Kruppe mit hoch angesetztem Schweif über. Die Extremitäten sind kräftig, mit großen Gelenken und einer mittellangen, nicht zu weichen Fesselung. Die Hufe erweisen sich, vor allem wenn sie weiß sind, als nicht sehr hart.
Knabstrupper erreichen ein Stockmaß von rund 157 Zentimetern; es gibt auch deutlich kleinere, so genannte Knabstrupperponys, die jedoch nicht reinrassig sind.
Die Besonderheit dieser dänischen Rasse, die über das typische Exterieur des "Barockpferdes" verfügt, ist die ungewöhnliche Farbe: Knabstrupper sind ausschließlich Tigerschecken, die unterschiedlich große, schwarze oder rotbraune Tigerflecken auf weißem Grund aufweisen. Einige Tiere besitzen im Bereich von Brust, Bauch, Flanken und Beinen eine stichelhaarige Fuchsfarbe; die Decke ist jedoch auch hier weiß mit Punkten. Die Hufe sind häufig gestreift, die Haut an Augen und Nüstern gefleckt (Krötenmaul).
Herkunft und Haltung
Bunte Pferde waren schon immer beliebt und werden in manchen Kulturen als beinahe heilig verehrt (wie beispielsweise der amerikanische Appaloosa). Zur Zeit des Barock, als die akademische Dressurreiterei ihre erste Blüte erlebte, wurden viele Pferderassen "bunt" gezüchtet; darunter spanische Pferde, von denen auch der Knabstrupper abstammt. Die Rasse wurde durch eine gefleckte Stute namens Flaebehoppen begründet. Judge Flunn, der Besitzer des Guts Knabstrup, ließ sie von Frederiksborger-Hengsten decken, wobei die ungewöhnliche Farbe teilweise weitergegeben wurde. Mit den bunten Nachkommen, die deutlich eleganter als Frederiksborger waren, wurde eine eigene Zuchtlinie gegründet. Nachdem die Rasse im letzten Jahrhundert fast ausgestorben war, wird sie heute in kleinem Rahmen in Dänemark und Deutschland gezüchtet. Durch die Einkreuzung Englischen Vollbluts finden sich neben dem "barocken" Typ auch leichte, fast warmblutähnliche Knabstrupper. Die Tigerschecken werden häufig als Zirkus-, aber auch als Schaupferde verwendet, wo sie ihr großes Talent für die klassische Dressur beweisen.
Art und Wesen
Für die Arbeit im Zirkus eignen sich Knabstrupper aufgrund ihres aufmerksamen, gehorsamen Wesens hervorragend. Ihre rasche Auffassungsgabe und Intelligenz machen sie zu leicht auszubildenden Dressurpferden; allerdings sind die Pferde häufig sehr sensibel und benötigen daher eine ruhige, erfahrene Erziehung.
Herkunft: Dänemark
Stockmaß: 152-158 cm
Farben: Tigerschecken, Schimmel, Rappen, Füchse und Braune
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd

Pferderassen - Lettisches Warmblut
Aussehen
Der Lette ist gehört zu den schweren Warmblutrassen, die kräftig genug sind, um auch als leichtes Arbeitspferd in der Landwirtschaft eingesetzt zu werden. Der Kopf ist eher groß und mäßig trocken, mit großen Nüstern und Augen. Das Profil ist gerade. Der mittellange Hals setzt hoch an den schrägen Schultern an; er ist ausgesprochen muskulös und am Ansatz deutlich breiter als am Genick. Der ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, geraden Rücken mit wenig gerundeter, mäßig abfallender und langer Kruppe über. Der Bauch ist an den Flanken leicht aufgezogen, die Rippen weisen eine deutliche Wölbung auf. Die Extremitäten sind von mittlerer Länge, trocken und stabil. Teilweise tritt stärkerer Fesselbehang auf. Die eher steilen Fesseln sind von mittlerer Länge.
Das Lettische Warmblut besitzt zumeist ein Stockmaß um etwa 160 Zentimeter.
Letten kommen vor allem in den auch für deutsche Warmblüter typischen Farben Braun und Dunkelbraun vor; Schimmel, Rappen und Füchse sind ebenfalls zu finden. Weiße Abzeichen an Kopf und Beinen sind zulässig. Das Fell des Letten ist kurz und fein; das Langhaar wächst dicht und ist zuweilen leicht gewellt.
Herkunft und Haltung
Die Rasse besitzt große Ähnlichkeit mit dem nordschwedischen sowie dem Dole-Pferd; vermutlich lebte im skandinavischen Raum und dem Baltikum ein großer, eher schwerer Urpferdetyp, auf den diese Rassen zurückgehen. Im 17. Jahrhundert und darüber hinaus erhielt das ursprünglich schwerere Zugpferd durch Einkreuzung von Englischen Vollblütern, Arabern und deutschen Warmblütern verstärkt Reitpferdepoints. Zu dieser Zeit entwickelten sich bereits die zwei unterschiedlichen Schläge des Letten: der kräftigere, der Ähnlichkeit mit den früheren Anglonormannen besitzt, sowie der leichtere, der stärker an die leichten deutschen Warmblutrassen wie beispielsweise den Trakehner erinnert. Die (weitgehende) Reinzucht des Lettischen Warmbluts begann erst Anfang des 20. Jahrhunderts; 1952 wurde die Rasse offiziell anerkannt.
Art und Wesen
Das Lettische Warmblut besitzt einen eher ruhigen und freundlichen Charakter. Es erweist sich aufgrund seiner großen Nervenstärke sowie seines Arbeitswillens und seiner Körperkraft als ideales Kutschpferd, das auch mittlerer Lasten ziehen kann. Der leichtere lettische Schlag gibt für Freizeitreiter ein sicheres und zuverlässiges Reitpferd ab.
Herkunft: Lettland
Stockmaß: 157-165 cm
Farben: Braune, Dunkelbraune, Füchse, Schimmel, Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd

Pferderassen - Lipizzaner
Aussehen
Der Lipizzaner ist sicherlich eine der bekanntesten Pferderassen; er verfügt über ein kompaktes, kräftiges Exterieur mit herausragender Versammlungsfähigkeit. Der Kopf ist eher schwer, mit großen, wachen Augen, großen Nüstern und meist ausgeprägtem Ramsprofil. Das Genick ist leicht; der mittellange Hals setzt hoch an den muskulösen Schultern, die eine gute Schräge besitzen, an. Der wenig ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, teilweise etwas weichen Rücken über. Die breite Kruppe ist kurz und mäßig schräg, mit hoch ansetzendem Schweif. Der Rumpf ist an den Flanken nur wenig aufgezogen, die Hinterhand stark bemuskelt. Die trockenen Extremitäten sind stabil, mit großen Gelenken und einer eher kurzen, schrägen Fesselung. Die Hufe sind von mittlerer Qualität.
Lipizzaner erreichen ein Stockmaß von rund 153 bis 165 Zentimetern, wobei der alte, kompaktere Schlag kleiner ist als die modernen Sportpferdezuchten.
Lipizzaner treten fast ausschließlich als schwarz geborene Schimmel auf, die mit etwa zehn Jahren reinweiß sind. Rappen und Braune kommen selten vor und sind sehr beliebt. Das Langhaar ist mäßig dicht und oft leicht gewellt.
Herkunft und Haltung
Der Lipizzaner ist eine relativ alte Rasse, die seit dem 16. Jahrhundert in Lipica in der damaligen k.u.k.-Monarchie (heutiges Slowenien) gezüchtet wurde. Aus einem Grundstock aus Neapolitanerstuten und zwei Andalusierhengsten sollte eine kompakte, für die klassische Reitkunst wie für die Kutsche geeignete Rasse entstehen.Durch ihre Verwendung in der Spanischen Hofreitschule in Wien (gegründet 1729), die nach dem großen Anteil spanischen Bluts an der neuen Pferderasse benannt wurde, erlangten die Lipizzaner rasch europaweit einen hohen Bekanntheitsgrad. Die Zucht wurde kontinuierlich durch Einkreuzung weiterer spanischer und italienischer, aber auch dänischer (Frederiksborger), tschechischer (Kladruber) und arabischer Pferde fortgesetzt.Nach Zerfall der k.u.k.-Monarchie wurde das Gestüt nach Piber (Slowenien) verlegt. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Pferde zeitweilig durch die Alliierten evakuiert aus Furcht, die sowjetischen Besatzer könnten die Zucht zugrunde richten. Heute werden Lipizzaner in Piber, Lipica, Babolna (Ungarn) sowie in Italien gezüchtet.Für die klassische Dressur bis hin zu den Schulen über der Erde – als Krone der Reitkunst gilt die Kapriole, die sehr viel Kraft und Balance voraussetzt – bringen die Schimmel die größte Begabung mit; sie eignen sich jedoch auch hervorragend als Fahr- und Freizeitpferde.Die Rasse gilt als spätreif und wird nicht vor dem vierten Lebensjahr angeritten. Durch die späte Nutzung der Pferde in der Spanischen Hofreitschule zeigen die Hengste dort bis ins hohe Alter erstaunliche Leistungen bei einwandfreier Gesundheit.
Art und Wesen
Lipizzaner sind sensible Pferde mit lebhaftem Temperament, das bei guter Ausbildung jedoch leicht zu regeln ist. Die Rasse gilt als charakterlich schwierig; sie verfügt über einen ausgeprägten Eigenwillen und kann stur, aber auch sehr feinfühlig bis überempfindlich reagieren. In der Ausbildung durch einen erfahrenen Reiter erweisen sich die Pferde jedoch als ausgesprochen intelligent und lernwillig.
Herkunft: Slowenien
Stockmaß: 153-165 cm
Farben: hauptsächlich Schimmel
Eignung als: Freizeit, Sportpferd
Pferderassen - Lusitano
Aussehen
Der Lusitano stellt neben dem Andalusier die zweite verbreitete iberische Rasse dar, die sich aufgrund ihres kompakten, muskulösen Exterieurs hervorragend für die klassisch-barocke Dressur eignet. Der Kopf ist gut proportioniert und weist große Augen, eher ponyähnliche Ohren und eine gerade, meist aber konvexe Nasenlinie auf. Der nicht sehr lange Hals ist sehr kräftig. Er setzt hoch an den langen, steilen Schultern an, die dem Lusitano wenig raumgreifende, aber umso akzentuiertere Gänge ermöglichen. Der Widerrist reicht weit in den kurzen Rücken hinein (Quadratpferd). Die muskulöse Kruppe fällt deutlich schräg zum tief ansetzenden Schweif hin ab. Die Brust des Lusitanos ist nicht sehr tief, die Rippen sind gewölbt. Seine trockenen Extremitäten sind leicht und elegant, mit eher kleinen Gelenken und einer kurzen, steilen Fesselung.
Lusitanos werden, wie auch Andalusier und Lipizzaner, zunehmend als großrahmigere Sportpferde gezüchtet; ihr Stockmaß beträgt inzwischen um 155 bis über 160 Zentimeter.
Die Rasse kommt vor allem in den Farben weiß und braun oder dunkelbraun vor. Es sind jedoch alle klaren Farben denkbar; dunkle Mausfalben sind sehr beliebt. Weiße Abzeichen am Kopf treten auf, an den Beinen sind sie eher unüblich.
Herkunft und Haltung
Der Lusitano stellt den Nachfahren des Geneten dar, der von Christoph Columbus nach Amerika verschifft wurde und auf den unter anderem die südamerikanischen Criollos zurückgehen. Im Gebäude weist der Lusitano gewisse Ähnlichkeit mit dem Andalusier auf, sodass auf eine ähnliche Abstammung geschlossen werden kann. Eine strikte Rassentrennung und systematische Reinzucht erfolgt erst seit der Anerkennung Anfang des 20. Jahrhunderts.
Berühmt ist die portugiesische Rasse vor allem für ihren Mut, den sie als Kriegspferd hinlänglich bewies, vor allem aber als Stierkampfpferd. Dennoch erreichte die Zucht nie die Zahlen des Andalusiers. Mit einer Selektion auf Größe und Raumgriff soll der Lusitano heute verstärkt dem Markt für Sportpferde angepasst werden; dadurch verliert er jedoch viele seiner natürlichen Vorzüge wie extreme Wendigkeit und eine ausgeprägt gute Balance.
Lusitanos eignen sich aufgrund ihrer hohen Versammlungsfähigkeit sowie wegen ihrer natürlichen Aufrichtung besonders für die klassische Dressur bis hin zu den Schulen über der Erde.
Art und Wesen
Wie erwähnt, überzeugt die Rasse durch ihren Mut und eine entsprechende Nervenstärke und Zuverlässigkeit. Die Pferde lernen schnell und sind sehr arbeitswillig. Aufgrund ihrer hohen Sensibilität lässt sich ihr lebhaftes Temperament leicht regeln.
Herkunft: Portugal
Stockmaß: 154-163 cm
Farben: vor allem Schimmel und Braune
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Maremmano
Ausehen
Die italienischen Arbeitspferde machen einen ausgesprochen kräftigen, zähen Eindruck. Der Kopf ist groß und relativ massig, mit geradem Profil und großen Ohren. Oft besitzen Maremmanos einen leichten Ramskopf. Der Hals ist lang und hoch angesetzt; die Pferde neigen zu einer hohen Kopfhaltung mit angespanntem Unterhals. Die Schultern sind von guter Schräge und wie die Hinterhand stark bemuskelt. Der Rücken ist lang mit ausgeprägtem Widerrist (Langrechteckpferd); er geht in eine schräge Kruppe über. Die Beine besitzen große Gelenke von nur mäßiger Trockenheit. Die Hufe sind groß und hart.
Maremmanos erreichen ein Stockmaß von etwa 160 Zentimeter.
Sie weisen häufig eine sehr dunkle, fast schwarze Fellfarbe mit schwarzem Langhaar auf; es gibt jedoch auch Rappen, Braune und Füchse. Abzeichen kommen vereinzelt vor. Das kurze Fell glänzt; Mähne und Schweif sind sehr dicht.
Herkunft und Haltung
Die italienische Rasse dient bis heute den Butteri, den italienischen Viehirten, beim Viehtrieb im unwegsamen Macchie-Gelände. Die Pferde erhielten ihren Namen durch ihr Zuchtgebiet in der Maremma (Toskana). Die eigentliche Herkunft der Rasse ist ungewiss; vermutlich geht der Maremmano auf das Neapolitanische Pferd zurück, das wiederum aus der Kreuzung von Berbern, Arabern und iberischen Pferden entstand. Der Neapolitaner war ebenfalls ein ausgesprochen kräftiges, beinahe grobknochiges Pferd, das durch seine Verwendung in Frederico Grisones Reitakademie in Neapel (16. Jahrhundert) berühmt wurde. Später wurden Englische Vollblüter eingekreuzt, um Größe und Schnelligkeit zu gewinnen.Der heutige Maremmano besticht nicht durch Eleganz, ist aber hervorragend angepasst an die Arbeit in schwierigem Gelände und an das Leben im Freien bei wechselhaftem Wetter. Teilweise ist die italienische Polizei sowie die Kavallerie mit Maremmanos beritten.
Art und Wesen
Die italienischen Arbeitspferde sind ausgesprochen genügsam und robust und beweisen in allen Situationen Nervenstärke und Gelassenheit. Wegen ihres umgänglichen Charakters und ihre Fähigkeit, weite Strecken in raumgreifendem Schritt zurück zu legen, eignen sich Maremmanos hervorragend vor allem für Wanderritte oder als Packpferde für längere Wanderungen.
Herkunft: Italien
Stockmaß: 155-165 cm
Farben: Dunkelbraune, Braune, Rappen
Eignung als: Freizeitpferd

Pferderassen - Missouri Foxtrott
Aussehen
Der Missouri Foxtrotter ist ein ausgesprochen harmonisch gebautes, kompaktes Pferd mit einer einzigartigen Gangverteilung. Der Kopf ist eher lang, mit großen Augen und Nüstern, beweglichen, fein geschnittenen Ohren und einer geraden Nasenlinie. Der lange Hals besitzt ein feines Genick und eine elegante Wölbung der Oberlinie. Er setzt hoch an den langen, flachen Schultern an. Die Brust ist sehr tief. Der ausgeprägte Widerrist geht in einen kurzen, kräftigen Rücken mit langer, schräger Kruppe und tief ansetzendem Schweif über. Die Beine sind trocken und stabil, mit starken Gelenken, mittellanger, schräger Fesselung und harten Hufen.
Missouri Foxtrotter messen zwischen 142 und 162 Zentimetern.
In der Zucht sind alle Farben zulässig; besonders häufig sind jedoch braune Pferde und Schimmel; Rappen, Füchse und Schecken kommen seltener vor. Große weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten sind sehr beliebt.
Herkunft und Haltung
Die Rasse entstand bereits im frühen 19. Jahrhundert, als Farmer südlich des Mississippi zu siedeln begannen und die unterschiedlichen Rassen, die sie mit sich führten, kreuzten. Der Missouri Foxtrotter führt deutlich Morgan Horse-Blut, aber auch Englische Vollblüter und spanische Pferde. Das Erscheinungsbild der Rasse variiert noch heute stark, da weniger ein einheitliches Exterieur Maßstab der Zucht war als vielmehr die Gangveranlagung. Das Morgan Horse vererbte die Neigung zum Walk, der sich jedoch zum so genannten "Flatfoot Walk" entwickelte, einer über das Schritttempo hinausgehenden Gangart mit der Fußfolge des Schritts. Der "Foxtrott" ist eine Gangart, die nur bei dieser Rasse zu finden ist: Die Besonderheit ist das nicht punktuelle, sondern gleitende Aufsetzen der Hinterbeine, das die Viertaktgangart außergewöhnlich bequem für den Reiter macht. Der Foxtrott ähnelt auf den ersten Blick dem Tölt, bricht aber im Gegensatz zu diesem nicht den Pass, sondern den Trab. Außerdem zeigen einige Foxtrotter den Running Walk, eine bodennahe, sehr schnelle Töltvariante, sowie den Single Foot, der die normale Tölt-Fußfolge besitzt.Dies entsprach den Anforderungen vor allem berittener Ärzte, Polizisten und Landbesitzer, die ermüdungsfrei auf ausdauernden Pferden weite Strecken zurücklegen wollten. Auf der anderen Seite benötigten sie trittsichere Tiere für schwierigeres Gelände; hierbei erwiesen sich Töltvarianten durch das einzelne Aufsetzen der Beine (im Gegensatz zum diagonalen Fußen im Trab) als ideal. Für die Farmarbeit mit den Rindern wurden allerdings Quarter Horses oder Rassemischungen eingesetzt.Zur Veredelung des Missouri Foxtrotters wurden immer wieder American Saddlebred und Tenessee Walker eingekreuzt. Seit 1948 besteht ein Zuchtbuch für die Gangpferderasse.
Art und Wesen
Missouri Foxtrotter werden heute vor allem als zuverlässige, aber temperamentvolle Freizeitpferde geschätzt. Bei dieser Verwendung überzeugen sie nicht nur durch ihre Gangveranlagung, sondern auch durch ihr sensibles und aufmerksames Wesen.
Herkunft: USA
Stockmaß: 142-162 cm
Farben: alle
Eignung als: Freizeitpferd

Pferderassen - Morgan Horse
Aussehen
Das Morgan Horse ist ein harmonisch gebautes Pferd mittlerer Größe mit teilweise sehr spektakulären Gangarten. Der Kopf ist lang und schmal, mit geradem Profil, aber nicht überproportional groß. Die Ohren sind von mittlerer Größe und wie die Nüstern fein geschnitten. Der hoch angesetzte, lange Hals weist eine elegant geschwungene Oberlinie auf. Die Schultern sind lang und schräg. Der mäßig ausgeprägte Widerrist geht in einen kurzen, kräftigen Rücken über. Der Schweif setzt hoch an der nahezu geraden Kruppe an. Die Beine sind trocken, aber nicht zu leicht, mit guten Gelenken. Die Fesseln sind von mittlerer Länge und guter Schräge.
Morgan Horses erreichen oft nur Ponymaß; die durchschnittliche Widerristhöhe beträgt um 148 Zentimeter.
Morgan Horses kommen vor allem in dunklen Farben vor; meist sind sie Braune oder Dunkelbraune ohne Äpfelung sowie Rappen. Weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten (nur bis zur Höhe des Karpal- bzw. Sprunggelenks) sind erlaubt. Das Fell des Morgan Horse ist fein und glänzend, das Langhaar ist dicht und wird sehr lang.
Herkunft und Haltung
Nach Erzählungen geht die Rasse auf das Pferd Justin Morgans, den kleinen, eher unscheinbaren, braunen Hengst Figure (geboren um 1789), zurück. Figures Abstammung ist unklar; vermutlich führte er das Blut Englischer Vollblüter, aber auch von Welsh Ponys und Arabern. Erstaunlich war, dass der Hengst zur Bedeckung der unterschiedlichsten Stuten verwendet werden konnte und die Fohlen ihm beinahe aufs Haar glichen: Stockmaß um 142 Zentimeter, braunes Fell, ein leichter Körperbau bei gleichzeitiger außergewöhnlicher Kraft. Figure selbst blieb Zeit seines Lebens unbesiegt im Ziehen schwerer Baumstämme. Drei Söhne Figures, der bald nur noch mit dem Namen seines Besitzers bezeichnet wurde, begründeten die Rasse. 1909 wurde der "Morgan Horse Club" gegründet und die Zucht systematisch weitergeführt. Morgan-Horse-Blut fließt inzwischen in verschiedenen amerikanischen Rassen; entscheidenden Einfluss hatte die Rasse auf die Entstehung des Amerikanischen Trabers.Heute sind die braunen Pferde vor allem auf Schauen zu sehen, wo sie vor einem leichten Wagen und unter dem Sattel ihre eleganten Gänge zeigen. Auch für die Dressurausbildung und die Westerndisziplinen eignen sich Morgan Horses.
Art und Wesen
Schon Figure bestach durch seinen enormen Leistungswillen und seinen sanftmütigen Charakter, den er an all seine Fohlen weitergab. Morgan Horses sind angenehm im Umgang, mit lebhaftem Temperament, das jedoch stets leicht zu regeln ist. Sie sind gehorsame und zuverlässige Pferde, die aufgrund ihres wachen Wesens leicht lernen und für alle Sparten des Reitsports eingesetzt werden können.
Herkunft: USA
Stockmaß: 142-154 cm
Farben: hauptsächlich braun, dunkelbraun oder schwarz
Eignung als: Freizeitpferd
Pferderassen - Nonius
Aussehen
Der Nonius ist ein ausgesprochen großrahmiges Pferd, das deutlich im Kutschpferdtyp steht. Der Kopf ist trocken, lang und von vorne betrachtet eher schmal mit Ohren von mittlerer Länge und nicht sehr großen Nüstern. Das Profil ist meist deutlich konvex. Der lange Hals setzt sehr hoch an den schrägen Schultern an; er besitzt eine gute Wölbung der Oberlinie, oft aber auch eine ausgeprägte Unterhalsmuskulatur. Der ausgeprägte Widerrist geht in einen sehr langen Rücken (Tendenz zum Senkrücken) mit schräger Kruppe und mäßig tief ansetzendem Schweif über. Die Brust ist breit und sehr tief, die Rippen gerundet, der Unterbauch nur wenig aufgezogen. Die Extremitäten sind kräftig und klar mit großen Gelenken und eher kurzer und steiler Fesselung. Die Hufe sind rund und hart.
Nonius-Pferde werden in zwei Kategorien registriert: Der kleinere Typ misst 145 bis 155 Zentimeter, der große Schlag erreicht ein Stockmaß bis 165 Zentimeter.
Die Rasse bringt vor allem Dunkelbraune und Rappen mit leichtem Rotstich hervor; Kastanienbraune und Füchse sind selten zu finden. Weiße Abzeichen kommen nur gelegentlich und in sehr geringem Ausmaß vor.
Herkunft und Haltung
Die Rasse wurde – wie auch die von ihr abstammenden Furioso-Northstars – in dem durch Josef II. gegründeten Gestüt Mezöhegyes gezüchtet. Stammvater ist ein Anglonormannischer Hengst, der 1810 geboren und "Nonius Senior" genannt wurde. Nonius Senior wurde 1814, beim Einzug der Verbündeten in Frankreich, durch die österreichische Armee entführt und gelangte 1816 nach Mezöhegyes. Obwohl ein eher unansehnliches Pferd, belegte der Hengst in den folgenden Jahren unzählige Lipizzaner-, Andalusier-, Kladruber-, Araber- und Halbblutstuten und produzierte außergewöhnlich harte, leistungsfähige Arbeitspferde. Durch eine verstärkte Einkreuzung Englischer Vollblüter entstand der kleinere Reitpferd-Schlag, während der größere Nonius, vor allem als Kutschpferd genutzt, stärker dem Gründerhengst ähnelt. Die Fahrpferdezucht produziert teilweise "überlange" Pferde, die sich durch einen ausdauernden, raumgreifenden Trab auszeichnen, jedoch einen für ein höheres Reitergewicht zu weichen Rücken besitzen.
Art und Wesen
Der Nonius erweist sich als zuverlässiges, leicht zu handhabendes Pferd mit angenehmem Charakter und großem Leistungswillen. Er zeichnet sich durch Nervenstärke aus sowie durch ein eher ruhiges Temperament, das bei Anforderungen sehr lebhaft werden kann.
Herkunft: Ungarn
Stockmaß: 145-165 cm
Farben: Braune, Dunkelbraune, Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd
Pferderassen - Oldenburger
Aussehen
Der Oldenburger zählt zu den deutschen Warmblutrassen, die auf der ganzen Welt im Turniersport große Erfolge erzielen und wegen ihres eleganten Äußeren sehr beliebt sind. Der trockene Kopf ist wohl proportioniert und besitzt große, wache Augen, eine breite Stirn, mittellange Ohren und ein gerades Profil oder, häufiger, eine leichte Elchnase. Der lange Hals ist muskulös und besitzt eine gut gewölbte Oberlinie; er setzt hoch an den eher flachen, langen Schultern an. Der ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, stabilen Rücken und eine mäßig abfallende Kruppe mit hoch ansetzendem Schweif über. Die trockenen, schlanken Beine mit mäßig großen Gelenken verfügen über eine gute, lange Fesselung. Insgesamt besitzt der Oldenburger ein kräftiges, aber gleichzeitig elegantes Exterieur; der alte Schlag besitzt deutlich mehr Fundament und stellt damit die schwerste deutsche Warmblutrasse dar.
Oldenburger erreichen ein Stockmaß von rund 165 Zentimetern.
Wie die meisten Warmblutrassen fallen vor allem braune und dunkelbraune Pferde; Rappen und Schimmel kommen vor, Füchse sind seltener. Weiße Abzeichen an Kopf und Extremitäten sind üblich.
Herkunft und Haltung
Die Pferderasse erhielt ihren Namen nach Graf von Oldenburg, der einen großen Beitrag zu ihrer Entwicklung leistete. Ursprünglich vom schweren Ostfriesen abstammend, wurde die Zucht durch die Zuführung Andalusier-, Vollblut-, Araber- und Neapolitanerblutes leichter und qualitätsvoller. Auch Cleveland Bays und Hannoveraner spielten eine wichtige Rolle. Das Ergebnis war ein kräftiges Pferd, das noch zu leichteren landwirtschaftlichen Aufgaben herangezogen werden konnte, aber ebenso am Wochenende unter dem Sattel Leistungswillen zeigte.
Mit dem Verschwinden des Pferdes als Arbeitspferd und dem Aufkommen des Turniersports wurde erneut das Blut englischer Pferde zugeführt, um die Rasse weiter zu veredeln und ein Allround-Sportpferd zu züchten. Auch die für das Kutschpferd typischen Merkmale wie eine eher steile Schulter und eine hohe Trabaktion bei mäßigem Raumgriff wurden durch die moderne Zuchtsystematik verdrängt. Heute sind die einzelnen Warmblutrassen selbst von Kennern fast nicht mehr zu unterscheiden.
Oldenburger sind über die deutschen Grenzen hinaus beliebte Sportpferde und ebenso für die Dressur wie für den Springsport geeignet. Die Niederländerin Anky van Grunsven konnte auf dem Oldenburger Olympic Bonfire zahlreiche große Erfolge in der Dressur erreichen; Franke Sloothaaks Stute Weihaiwej wurde durch ihre großflächige Blesse mit einem hellblauen Auge und ihr enormes Springtalent weltbekannt.
Art und Wesen
Durch die starke Vollblut-Einkreuzung wurde aus dem einst nervenstarken, bisweilen ein wenig phlegmatischen Kutschpferd ein temperamentvolles, sensibles Reitpferd. Im Vergleich zu anderen Warmblutrassen verfügt der Oldenburger trotzdem immer noch über ein verhältnismäßig unproblematisches und geduldiges Wesen, was ihn auch zu einem angenehmen Freizeitpferd macht.
Herkunft: Deutschland
Stockmaß: 160-170 cm
Farben: vor allem Braune und Dunkelbraune
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Orlow Traber
Aussehen
Der Orlow-Traber weist deutlich das Gebäude eines Pferdes auf, das für die Verwendung vor der Kutsche gezüchtet wurde. Der Kopf ist von mittlerer Größe, trocken und elegant, mit geradem Profil oder leichter Ramsnase. Die Ohren sind groß und breit. Der gut angesetzte, lange, teilweise etwas zu leichte Hals geht in einen ausgeprägten Widerrist über. Die breite, tiefe Brust ist ideal für die Arbeit im Geschirr. Der lange Rücken (Langrechteckpferd) geht in eine schräg abfallende, lange und gut bemuskelte Kruppe über. Oberarm und Oberschenkel sind muskulös. Die Gelenke der Extremitäten sind stark und mäßig trocken; die Fesseln weisen nur geringe Länge, aber häufig relativ starken Behang auf. Die Gänge des Orlow-Trabers sind lang und raumgreifend, aber gleichzeitig mit guter Aktion.
Das Stockmaß der Orlow-Traber variiert stark; es liegt zwischen 152 und 172 Zentimetern.
Der Orlow-Traber kommt vor allem als Schimmel, häufig mit Äpfelung vor. Vereinzelt gibt es jedoch auch braune oder schwarze Tiere; Füchse sind ausgesprochen selten. Das Fell des Orlows ist kurz, fein und glänzend; das Langhaar ist mäßig dicht und teilweise von rauer Struktur.
Herkunft und Haltung
Graf Alexis G. Orlow Tschesmensky (1727-1809) versuchte mithilfe seines Araberhengstes Smetanka eine Rasse zu schaffen, die an Schönheit wie an Geschwindigkeit und Ausdauer vor der Kutsche die bis dahin existierenden russischen Pferde übertreffen sollte. Er kreuzte Smetanka mit eleganten englischen, dänischen und holländischen Stuten. Smetanka starb bereits nach einer Decksaison; einer seiner Enkel, Bars I., entsprach jedoch Orlows Zuchtziel und wurde zum Stammvater der Zucht. Weiteren Einfluss nahmen arabische, russische und polnische Stuten sowie Englische Vollblüter.Im Jahr 1865 war das einheitliche Erscheinungsbild der Rasse konsolidiert, sodass unter dem Namen "Orlow" eine eigenes Stutbuch eröffnet wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bewies die Rasse ihre Leistungsfähigkeit auf internationalen Trabrennbahnen; um die Jahrhundertwende wurde der Orlow jedoch weitgehend durch den Französischen Traber verdrängt. Heute ist die Rasse hauptsächlich bei russischen Trabrennen, aber auch als elegantes Kutschpferd (häufig als Mittelpferd der russischen Troika) und sogar bei leichter landwirtschaftlicher Arbeit zu finden. Auch in Europa erfreut sich der Orlow-Traber als Freizeitpferd zunehmender Beliebtheit.
Art und Wesen
Orlow-Traber sind leistungswillige, robuste Pferde, die sich als Freizeitpferd als nervenstark und umgänglich erweisen. Ihr Gehorsam und ihr Laufwille machen sie bei entsprechendem Training jedoch auch zu hervorragenden Distanzpferden.
Herkunft: Russland
Stockmaß: 152-172 cm
Farben: hauptsächlich Schimmel
Eignung als: Kutschpferd, Freizeit
Pferderassen - Quarter Horse, Paint Horse
Aussehen
Das Quarter Horse besticht durch seinen kompakten Körperbau und seine starke Bemuskelung bei gleichzeitiger Eleganz und Leichtheit. Der alte Typ ist ein harmonisch gebautes, relativ unauffälliges Pferd, während bei den modernen Show- und Turnierpferden die typischen Merkmale teilweise extrem verstärkt wurden.Der trockene Kopf besitzt eine starke Keilform, mit großflächigen, fleischigen Ganaschen, die von vorne betrachtet zuweilen deutlich breiter sind als die ebenfalls breite Stirn. Das Profil ist gerade, die Ohren klein und fein geschnitten; auch die Augen wirken eher klein. Der mittellange, kräftige Hals setzt niedrig an den langen, flachen und sehr stark bemuskelten Schultern an. Der Widerrist reicht weit in den eher langen, geraden Rücken hinein. Die Brust ist breit, der Rumpf mit runden Rippen ist deutlich aufgezogen. Die Hinterhand besitzt eine schräg abfallende Kruppe mit tiefem Schweifansatz und ist so muskulös, dass sie von der Seite betrachtet oft annähernd einen Halbkreis (von der Lende bis oberhalb des Sprunggelenks) bildet. Unterarme und -schenkel sind ebenfalls stark bemuskelt. Die trockenen Extremitäten sind im Verhältnis zum massigen Körper extrem leicht und schmal, mit eher kleinen Gelenken, mittellanger, schräger Fesselung und kleinen, runden Hufen. Bei vielen Pferden des Showtyps treten Probleme mit der Hufqualität auf, da sie eine zu kleine Fläche für das hohe Körpergewicht bilden und daher rasch abgenutzt werden.
Quarter Horses messen durchschnittlich zwischen 154 und 163 Zentimeter; es gibt aber auch Quarters, die lediglich Ponymaß erreichen.
Nahezu alle Farben treten auf, darunter auch Palominos, Cremellos (cremeweiße Isabellen), Rot- und Rappschimmel und Mausfalben. Das Langhaar ist meist spärlich und kurz.
Overo- und Tobianoschecken werden in einer eigenen Organisation als Paint Horses registriert; ausschlaggebend ist hier lediglich die Farbe, sodass einfarbige, von Paints abstammende Pferde als Quarter Horse, bunte Quarter Horses als Paint registriert werden.
Herkunft und Haltung
Ursprünglich geht auch die Quarter-Horse-Rasse, wie alle Pferderassen des amerikanischen Kontinents, auf die durch die Spanier im 15. und 16. Jahrhundert nach Amerika gebrachten iberischen Pferde zurück. Diese wurden mit Pferden gekreuzt, die dem heutigen Englischen Vollblut ähnelten. Rasch wandelte die Rasse jedoch in Anpassung an die neuen Gegebenheiten ihr Erscheinungsbild, unterstützt durch eine entsprechende Selektion durch die US-amerikanischen Farmer. Der lange Körperbau mit tief getragenem Kopf und lockeren, extrem flachen und weich zu sitzenden Gängen entstand aus der Notwendigkeit, die großen Distanzen des mittleren Westens – durch übersichtliche, ebene Gras- und Steppenflächen – bequem und kräfteschonend zurückzulegen. Eine so hohe Versammlungsfähigkeit und extreme Reaktionsschnelligkeit wie bei den iberischen Pferden war bei der Arbeit mit den aggressionslosen amerikanischen Rindern überflüssig.Aufgrund des Vollblut-Erbes besitzen Quarter Horses eine weitere Eigenheit, von der ihr Name herrührt: Keine Rasse der Welt ist auf der Strecke von einer Viertelmeile (Quarter mile) schneller.Heute wird das Quarter Horse in allen Sparten des Reitsports eingesetzt, wobei es vor allem den Westernturniersport klar dominiert. Zahlreiche Klassen, die zum Teil die Arbeit mit Rindern beinhalten, gehen auf die früheren Aufgaben der Rasse zurück. Aber auch die gute Eignung als Freizeitpferd führte dazu, dass die American Quarter Horse Association heute der größte Rasseverband weltweit ist.Vor allem die US-amerikanische Zucht von Showpferden, die vor allem in Halter (an der Hand) oder Pleasure Classes vorgeführt werden, erzeugt teilweise Pferde, die nicht mehr viel mit dem zähen, robusten Arbeitspferd zu tun haben. Durch die extreme Bemuskelung ist die Körperkoordination zuweilen schlecht und das hohe Gewicht führt zu frühen Verschleißerscheinungen an den zu wenig Fundament aufweisenden Extremitäten. Eine Zuchtlinie leidet an einer dominant vererbbaren Genveränderung, die zu einem drastisch verstärkten Muskelaufbau, aber auch zu Muskelkrämpfen und frühzeitigem Tod führt.
Art und Wesen
Quarter Horses sind berühmt für ihr freundliches, unkompliziertes Wesen und ihre große Gelassenheit. Die Pferde besitzen einen sehr ausgeglichenen Charakter, erweisen sich aber bei der Arbeit als intelligent, sensibel und reaktionsschnell. Ihre Nervenstärke und geringe Neigung zum Scheuen macht die Rasse zu einem idealen Allround-Pferd. Eine weitere Besonderheit des Quarters ist der ausgezeichnete "Cow Sense", die Fähigkeit, Bewegungen eines Rindes vorauszuahnen und so vollkommen selbstständig beispielsweise ein Tier von der Herde separiert zu halten.
Herkunft: USA
Stockmaß: 154-163 cm
Farben: alle/Schecken
Eignung als: Freizeit, Westernpferd

Pferderassen - Selle Français
Aussehen
Das französische Warmblutrasse Selle Français besitzt alle wichtigen Reitpferdepoints. Der Kopf ist von mittlerer Größe und mäßiger Trockenheit; der leichtere Sportpferdetyp weist jedoch häufig deutliche Vollblutmerkmale auf. Pferde dieser Rasse besitzen ein gerades Profil oder eine leichte Ramsnase. Die Ohren sind groß, die Stirn ausgesprochen breit. Der Hals ist lang, kräftig und gut angesetzt, der Widerrist von mäßiger bis guter Ausprägung, der Rücken von mittlerer Länge (Quadrat- oder Langrechteckpferd). Schultern und Kruppe weisen eine mäßige Schräge auf. Die Extremitäten sind lang und trocken, mit großen, stabilen Gelenken.Die Rasse existiert in zwei verschiedenen Typen: dem leichten Reitpferdeschlag und dem schwereren Typ, der ein guter Gewichtsträger ist.
Beide Typen sind wiederum nach ihrem Stockmaß in einen kleineren (unter 163 Zentimeter) und einen größeren Schlag (über 163 Zentimeter) unterteilt.
Der Selle Français tritt vor allem in den Farben Kastanienbrauner, Dunkelbrauner und Rotfuchs auf. Schimmel und Rappen sind selten; theoretisch sind jedoch alle einheitlichen Farben erlaubt. Das Langhaar des Selle Français ist glänzend und dicht, das Fell weist häufig eine Äpfelung auf.
Herkunft und Haltung
Das Cheval de Selle Français, das in Deutschland auch als Anglo-Normanne oder französisches Reitpferd bezeichnet wird, geht auf die inzwischen ausgestorbene normannische Pferderasse zurück. Die Normannen wiederum stammten unter anderem von importierten Arabern ab und wurden schon vor rund tausend Jahren im Gebiet der Normandie gezüchtet. Der schwerere Typ des Selle Français, der im Cob- oder Huntertyp steht, ähnelt dieser ausgestorbenen Rasse vermutlich am stärksten. Im 19. Jahrhundert wurden zahlreiche Englische Vollblüter in die Rasse eingekreuzt, darunter der Hengst "Young Rattler" (geb. 1811). Er gilt als Stammvater des heutigen französischen Reitpferdes.1950 wurde ein Stutbuch eröffnet, das neben reinrassigen Selle Français-Pferden auch Angloaraber, Englische Vollblüter sowie die ebenfalls auf "Young Rattler" zurückgehenden Französischen Traber zulässt. Auch Kreuzungen zwischen Arabern, Angloarabern und Englischen Vollblütern mit Französischen Trabern werden als Selle Français eingetragen.Der Anglonormanne ist ein wohl proportioniertes Warmblut, das sich für alle Sparten des Reitsports, vor allem aber für Spring- und Vielseitigkeitswettbewerbe eignet. Die zahlreichen Turniererfolge, die von Selle Français-Pferden erzielt werden, sind die Folge einer weniger auf Abstammung als vielmehr auf Leistung basierenden Zucht. Unter anderem war das berühmte Springpferd Jappeloup ein französisches Reitpferd. Einzelne Pferde, die viel englisches Blut führen, starten sogar in Hindernisrennen erfolgreich gegen reinrassige Vollblüter.
Art und Wesen
Das Selle Français ist ein gehorsames, leistungsbereites Pferd, das je nach Vollblutanteil auch sehr viel Temperament besitzen kann. Der schwerere Typ zeichnet sich eher durch seine überlegte Ruhe aus und bietet sich damit vor allem als Freizeit-, aber auch als Kutschpferd an.
Herkunft: Frankreich
Stockmaß: 155-175 cm
Farben: vor allem Füchse, Braune, Dunkelbraune
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Shagya-Araber
Aussehen
Der Shagya-Araber besitzt viele Merkmale des arabischen Vollbluts, ist generell jedoch deutlich größer sowie stabiler im Gebäude. Einzelne Pferde ähneln eher Englischen Vollblütern. Der Kopf ist leicht und nicht immer vollkommen trocken. Die Nasenlinie ist üblicherweise gerade; sie kann aber auch ein leichtes Hechtprofil aufweisen. Die Augen sind groß, die Ohren klein und fein geschnitten, die Nüstern stark geweitet. Der lange, mäßig bemuskelte Hals setzt hoch am ausgeprägten Widerrist und den schrägen Schultern an. Die Gänge des Shagyas besitzen oft etwas mehr Raumgriff als die des arabischen Vollbluts. Der Rücken von mittlerer Länge geht in eine eher gerade Kruppe über, an der der Schweif hoch ansetzt. Die Extremitäten sind lang, schlank und trocken, aber gleichzeitig sehr kräftig. Die Fesseln sind relativ steil, die Hufe groß und hart.
Shagya-Araber erreichen ein Stockmaß von rund 155 Zentimetern.
Sie kommen, ähnlich dem arabischen Vollblut, vor allem als Schimmel vor; es gibt jedoch auch Braune und Füchse sowie vereinzelt Rappen. Die Fohlen werden braun oder schwarz geboren. Bei den braunen oder schwarzen Pferden treten selten und nur in geringem Umfang weiße Abzeichen auf. Das Fell des Shagyas ist dichter und länger als das des Originalarabers. Das Langhaar ist mäßig dicht und meist von glatter, seidiger Struktur.
Herkunft und Haltung
Der Shagya-Araber stammt deutlich vom arabischen Vollblut ab, hat sich jedoch schon früh als eigenständige Zucht in Ungarn etabliert, der auch englisches, ungarisches und iberisches Blut zugeführt wurde. Stammvater ist der Hengst Shagya, durch den die Rasse ihren Namen erhielt. Der syrische Hengst deckte ab 1836 im Gestüt Babolna und prägte die Zucht, die bereits im Jahr 1789 gegründet wurde, entscheidend. Seine geringe Größe, die sogar unterhalb des für Vollblutaraber üblichen Stockmaßes lag, wurde durch weitere Einkreuzungen unter anderem Englischer Vollblüter ausgeglichen, wobei das orientalische Erscheinungsbild erhalten blieb.Der Shagya-Araber wurde wegen seiner ausgesprochenen Härte und Genügsamkeit unter anderem von der ungarischen Kavallerie – auch im Geschirr – eingesetzt. Er eignet sich für nahezu alle Sparten des Reitsports.
Art und Wesen
Durch die Einkreuzung an das ungarische Klima angepasster Rassen sowie die Selektion auf Charakter und Leistung entstand ein robustes, zähes Pferd, das nicht den teilweise explosiven Charakter des Vollblutarabers sowie stärkere Nerven als dieser besitzt. Shagya-Araber sind daher umgänglicher; aufgrund ihres mutigen und eigenwilligen Charakters benötigen sie dennoch eine konsequente und ruhige Ausbildung.
Herkunft: Ungarn
Stockmaß: 150-160 cm
Farben: hauptsächlich Schimmel, auch Braune, Füchse, Rappen
Eignung als: Freizeit, Kutschpferd

Pferderassen - Tennessee Walking Horse, Tennessee Walker
Aussehen
Das Tennessee Walking Horse gehört zu den großen Gangpferderassen aus den Südstaaten der USA. Es ist ein muskulöses, aber sehr elegantes Pferd. Der Kopf ist lang und von vorne betrachtet schmal; die Nasenlinie ist gerade, die Ganaschen sind wenig ausgeprägt. Der lange Hals des Walkers soll nach dem Zuchtziel im Genickbereich sehr leicht und schmal sein. Er setzt mit viel Aufrichtung an den flach gewinkelten Schultern an. Der Rücken ist von mittlerer Länge und geht in eine schräge Kruppe über. Der Schweif ist hoch angesetzt und soll am Ansatz aufgerichtet getragen werden. Die Beine sind trocken und leicht. Der Walker besitzt häufig sehr dichtes und langes Langhaar.
Tennessee Walking Horses erreichen ein Stockmaß von 152 bis 162 Zentimetern.Das Tennessee Walking Horse kommt in allen klaren Farben vor, die häufigsten sind Braune und Dunkelbraune. Palominos und Dunkelfüchse mit hellem Behang sind besonders beliebt für Shows.
Herkunft und Haltung
Der Tennessee Walker geht – wie auch das American Saddlebred und der Missouri Foxtrotter – auf den Narragansett Pacer zurück, ein Pferd, dass in Passrennen vor dem Sulky eingesetzt wurde. Auch das Morgan Horse teilt die Abstammung des Walker, da beide auf den Traber Black Allen zurückgehen. Der Hengst deckte Traberstuten mit Pass- oder Töltneigung. Durch die Einkreuzung von Saddlebred-Blut und Halbblüter entstand der moderne Tennessee Walker, ein ausgesprochen angenehm zu sitzendes Reitpferd. Erst 1947 wurde die Rasse offiziell anerkannt.Wie auch die anderen amerikanischen Gangpferderassen entwickelte diese ein vollkommen eigenständiges Gangmuster. Neben Schritt und Canter, einem langsamen Viertaktgalopp, zeigen bereits Fohlen den "Walk", einen Viertakt, der in der Ausbildung bis zum Running Walk im Galopptempo gefördert wird. Typisch für Tennessee Walking Horses ist die starke Aufrichtung in dieser Gangart. Besonders in den USA finden Manipulationen statt, um die Rassemerkmale zu unterstreichen: Die extrem hohe Aktion im Walk wird durch die Verwendung schwerer Eisen und ein Unterlegen von bis zu mehreren Zentimetern hohen Keilen gefördert, zum Teil sogar durch scharfe Einreibungen oder indem das Pferd mit verhängten "Blinkers", also blind trainiert wird. Die hohe Schweifhaltung wird durch ein Durchtrennen eines Muskels an der Unterseite der Schweifrübe erreicht. Schwitzmanschetten in der Box sollen den Hals schmal halten.Die meisten der genannten Methoden sind in Deutschland auf Turnieren nicht erlaubt und führen zum Ausschluss.Neben den USA besitzt vor allem Südafrika einige namhafte Saddle-Horse-Gestüte. Die südafrikanischen Shows gleichen den US-amerikanischen.
Art und Wesen
Die berühmten Showpferde in den USA sind aufgrund ihrer Haltung und Behandlung oft sehr nervöse, beinahe explosiv temperamentvolle Pferde. In normaler Haltung erweisen sich die Tennessee Walker als umgängliche, sensible Pferde, deren Begabung zum leichtfüßigen, von Natur aus lockeren (Flat-foot-)Walk sie zu angenehmen und feinfühligen Reitpferden macht.
Herkunft: USA
Stockmaß: 152-162 cm
Farben: alle klaren Farben
Eignung als: Freizeit, Showpferd

Pferderassen - Tersker
Aussehen
Der Kopf des Tersker ist elegant und trocken, mit geradem Profil, leichter Elchnase oder leicht gewölbter Stirnpartie. Die Ohren sind groß und spitz. Der Hals ist hoch an der nicht zu steilen Schulter angesetzt und weist häufig eine starke Unterhalsbemuskelung auf. Der deutlich ausgeprägte Widerrist geht in einen langen Rücken über; die Lendenpartie ist häufig kantig, die Kruppe leicht schräg bei in mittlerer Höhe angesetztem Schweif. Die trockenen Beine besitzen ausreichend große, stabile Gelenke. Die Hufe sind ausgesprochen hart.
Männliche Pferde erreichen ein Stockmaß von rund 150 bis 155 Zentimetern; Stuten dürfen geringfügig kleiner sein und besitzen zum Teil nur Ponymaß.Die Rasse aus dem nördlichen Kaukasus besitzt ein feines, schimmerndes Fell, das häufig ins Silberne spielt. Andere Farben als Schimmel in allen Variationen (Grauschimmel, Apfelschimmel) kommen nicht vor. Mähne und Schweif sind häufig relativ kurz und dünn.
Herkunft und Haltung
Der Tersker stammt aus den Berg- und Steppengebieten des nördlichen Kaukasus, wo er seit 1921 zunächst im Gestüt Tersk, später im russischen Staatsgestüt nahe der Stadt Stawropol gezüchtet wird. Die Ursprünge der Rasse lassen sich jedoch viel weiter zurückverfolgen; vermutlich waren bereits die Kosaken im 14. und 15. Jahrhundert mit Terskern beritten. Die Rasse entstand wohl aus den "Strelet-Pferden", Partbred-Arabern aus dem gleichnamigen ukrainischen Gestüt. Orlow-Traber, russische Araber, Kabardiner und Don-Pferde sowie vereinzelt Englische Vollblüter trugen ebenfalls zur Entstehung der Tersker bei. Jahrhunderte lang fand keine Reinzucht statt, sodass erst 1948 ein Tersker-Zuchtbuch eröffnet wurde. Der heutige Tersker ähnelt in Aussehen und den angenehm zu sitzenden Gängen den im Vergleich zu den nordafrikanischen Arabern etwas größeren und kräftigeren russischen Arabern. In Russland läuft die Rasse in Flachrennen; Tersker zeigen ihr Talent aber auch bei Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen sowie bei Distanzritten. Auch als Zirkuspferd findet der Tersker Verwendung.
Art und Wesen
Der Tersker ist ein gehwilliges Pferd, das trotz seines Temperament gehorsam bleibt und angenehm zu reiten ist. Aufgrund der kargen, harten Böden des Nordkaukasus entstand eine ausgesprochen zähe und mutige Pferderasse, die sich für Sport- wie Freizeitreiter eignet.
Herkunft: Russland
Stockmaß: 150-155 cm
Farben: Schimmel
Eignung als: Freizeit, Sportpferd

Pferderassen - Trakehner
Aussehen
Die älteste der deutschen Warmblutrassen ist ein leichtes, elegantes Reitpferd, das deutlichen Vollbluteinfluss aufweist. Der Kopf mit geradem Profil ist leicht und trocken; Pferde des alten Typs besitzen manchmal eine Elchnase, die heute jedoch unerwünscht ist. Typisch für den Trakehner, obwohl bei den modernen Sportpferden nur noch vereinzelt zu finden, sind "Schlappohren", die in der Bewegung oder bei Entspannung leicht zur Seite hängen bzw. im Takt nach vorne und hinten schwingen.Der Hals ist schlank und lang, die Schultern von guter Schräge, der Widerrist ausgeprägt. Der Trakehner steht im Quadratpferd-, heute aber auch häufig im Langrechtecktyp. Die Kruppe fällt leicht ab, der Schweif setzt in mittlerer Höhe an. Der Bauch ist in Richtung zu den Hinterbeinen oft ein wenig aufgezogen. Die Extremitäten sind trocken und stark.
Der Trakehner zählt mit einem Stockmaß von rund 162 bis 167 Zentimetern noch immer zu den kleineren Warmblutrassen; der alte Typ, der oft nur unter 160 Zentimetern maß, wurde jedoch bereits durch Selektion größer gezüchtet.
Er kommt wie alle deutschen Warmblutrassen vor allem in den Farben braun, dunkelbraun und schwarz vor; deutlich seltener treten Schimmel auf. Füchse sind unerwünscht. Selten und umstritten sind gescheckte (meist Braunschecken) Trakehner, die meist nicht in der Trakehner-, sondern nur in reinen Farbzuchten eingesetzt werden. Das Langhaar des Trakehners ist glänzend und mäßig dicht.
Herkunft und Haltung
Der Trakehner besitzt eine lange Geschichte und hat sein Blut in dieser Zeit an die meisten der heutigen deutschen Warmblutrassen weitergegeben. Die systematische Zucht begann bereits 1732 unter Friedrich Wilhelm I. in Ostpreußen. Einheimische Pferde wurden mit Arabern und vor allem Englischen Vollblütern gekreuzt, um ein elegantes Reitpferd zu schaffen. In sehr langer Linie lässt sich der Trakehner sogar auf das polnische "Wildpferd", den Konik, zurückführen.Im 18. Jahrhundert hatte der Trakehner oder Ostpreuße sein heutiges Erscheinungsbild erhalten. Über lange Zeit blühte die Trakehnerzucht, aus der Freizeit- wie Jagdreiter ihre Pferde bezogen. Während des Zweiten Weltkriegs jedoch musste die Rasse ihre Feuerprobe auf Durchhaltewillen und Robustheit bestehen: Im Herbst und Winter 1944 flohen Tausende Familien, ihre Trakehner vor Plan- und andere Wägen gespannt, vor den heranrückenden russischen Truppen nach Westdeutschland. Unzählige Pferde verhungerten oder erfroren ebenso wie ihre Besitzer. Von den zuvor rund 25 000 registrierten Trakehnern blieben nur rund 1200 übrig. Die überlebenden Tiere begründeten eine neue Zucht in Westdeutschland, die durch ausgesprochene Härte und Zähigkeit bei gleichzeitig edlem Erscheinungsbild bestach. Auf der ganzen Welt, vor allem in den USA, wurden Trakehnergestüte gegründet.In den letzten Jahren wandelte der Trakehner sein Erscheinungsbild im Rahmen der Zucht eines modernen Sportpferdes mit ausgeprägterem Gangwerk; es existiert aber weiterhin auch der alte Schlag. Die Rasse mischt erfolgreich im großen Spring-, Dressur und Fahrsport mit, wird aber auch von Freizeitreitern geschätzt.
Art und Wesen
Der Trakehner ist ein rittiges, freundliches Pferd, das jedoch einen ausgeprägten Eigenwillen besitzt. Die Rasse wird daher oft als schwierig bezeichnet. Bei konsequenter Erziehung sind die Pferde jedoch extrem leistungsbereit, dabei überlegt und gut zu führen. Die auf dem Treck aus Ostpreußen bewiesene Treue der Trakehner zu ihrem Besitzer ist legendär.
Herkunft: Deutschland/Ostpreußen
Stockmaß: 162-167 cm
Farben: vor allem Braune, Dunkelbraune, Rappen, selten Schimmel
Eignung als: Freizeit, Sportpferd
Pferderassen - Wielkopolska, Wielkopolski
Aussehen
Der Wielkopolska ist ein vielseitig einsetzbares Reit- und leichtes Fahrpferd, das in seinem Erscheinungsbild stark dem Trakehner ähnelt. Der Kopf ist leicht und recht trocken, mit fein geschnittenen Nüstern und Ohren, breiter Stirn und wachen Augen. Die Nasenlinie ist gerade. Der lange, schlanke Hals besitzt ein leichtes Genick und setzt in mittlerer Höhe an den schrägen, langen Schultern an. Der ausgeprägte Widerrist geht in einen langen, geraden Rücken mit mäßig abfallender Kruppe über. Der Rumpf ist an den Flanken leicht aufgezogen. Die Beine sind trocken und kräftig, mit stabilen Gelenken und guter, schräger Fesselung.
Wiekopolski-Pferde erreichen ein Stockmaß von rund 160 Zentimetern.Pferde dieser Rasse kommen vor allem in den Farben braun und dunkelbraun vor; Füchse, Rappen und Schimmel sind seltener zu finden. Weiße Abzeichen treten in geringem Umfang an Kopf und Beinen auf.
Herkunft und Haltung
Die Geschichte der Wielkopolska-Rasse entspricht weitgehend der des Trakehners. Nachdem 1945 die meisten Trakehner durch die Flucht der deutschsprachigen böhmischen Bevölkerung nach Westdeutschland gelangt waren, wurde mit den wenigen verbliebenen Tieren eine polnische Zucht begründet. Ziel war es, die Vielseitigkeit und Härte der Rasse zu erhalten. Heute werden Wielkopolska-Pferde in den Staatsgestüten in unterschiedlichen Typen, je nach Einsatz als Sport- oder Arbeitspferd, gezüchtet. Ende des 20. Jahrhunderts wurden die Zuchtbücher der polnischen Trakehner, des masurischen Reitpferdes und des Posener Pferdes vereinigt; all diese Rasse werden nun unter dem Namen "Wielkopolska" zusammengefasst.
Art und Wesen
Wie der Trakehner ist der Wielkopolska ein zuverlässiges Pferd mit großem Arbeitseifer. Die Pferde lernen schnell und besitzen ein lebhaftes, aber regelbares Temperament.
Herkunft: Polen
Stockmaß: 155-165 cm
Farben: vor allem Braune und Dunkelbraune, auch Füchse, Schimmel, Rappen
Eignung als: Freizeit, Sport- und Kutschpferd

1 Comments:

At 4:28 AM, Blogger tobiretti said...

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